Bekanntes Wohn- und Geschäftshaus in Dorsten soll eine „Perle“ werden

hzEinzelhandel in Dorsten

Das Nahversorgungszentrum am Platz der Deutschen Einheit in Dorsten ist verkauft worden. Die neuen Eigentümer sprechen von einem „attraktiven Objekt“ und haben große Pläne.

Dorsten

, 04.02.2020, 19:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Gebäude am Platz der Deutschen Einheit gilt als zukunftsweisend, obwohl es bereits 20 Jahre alt ist. 7500 Quadratmeter Einzelhandelsflächen auf zwei Etagen hat es, dazu zwölf Wohnungen auf der Dachfläche mit jeweils mehr als 100 Quadratmetern und eine Tiefgarage mit über 200 Stellplätzen.

„Was heute anscheinend neu erfunden wird, nämlich die Bebauung der Dachflächen von innerstädtischen Gewerbeobjekten als Wohnfläche, hat der ursprüngliche Projektentwickler bereits Ende der 90er-Jahre exzellent umgesetzt“, meint Bernd von Manteuffel. Er ist einer der Gesellschafter des vor drei Jahren in Luxemburg gegründeten Mercureim-Fonds, der das „Toom“-Gebäude gekauft hat.

Bekanntes Wohn- und Geschäftshaus in Dorsten soll eine „Perle“ werden

Das "Toom"-Gebäude in der Dorstener Altstadt mit Einzelhandelsfläche und Wohnungen ist Vorbild für viele aktuelle Bauvorhaben. © Stefan Diebäcker

Angaben zur Kaufsumme und zum Verkäufer wurden nicht gemacht, „das ist vertraglich vereinbart worden“, bestätigte Dietmar Müller, Sprecher der Gruppe, auf Anfrage. Deutlich auskunftsfreudiger sind die neuen Eigentümer hingegen, was die künftige Ausrichtung des Einzelhandelsstandorts betrifft. „Wir gehören zu den Spezialisten, wenn es darum geht, aus schlecht positionierten oder vernachlässigten Immobilien wieder eine Perle zu machen“, wird von Manteuffel in einer früheren Mitteilung zitiert.

„Zum attraktiven Nahversorgungszentrum ausbauen“

„Unser Ziel ist es, in den nächsten zwei Jahren gemeinsam mit Rewe, das Objekt umfassend zu modernisieren und als attraktives und zentrales Nahversorgungszentrum auszubauen“, teilte Roland Schleider, Head of Asset Management der Gruppe, mit. „Wir möchten die Symbiose aus Lebensmittelversorger, Non-Food und Life-Style, wie beispielsweise Fitness, Gesundheit und komplementäre Gastronomie etablieren.“

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Seit Jahren wird in Dorsten spekuliert, dass sich die Rewe-Gruppe mit ihrer Marke „Toom“ aus der Dorstener Altstadt zurückziehen könnte. Das hat die Firmenzentrale in Köln aber auch nach der Eröffnung von Kaufland in den Mercaden dementiert. Nun soll investiert werden. „An den Plänen wird schon gearbeitet“, betont Müller. Sie müssen aber auch mit der Stadtverwaltung abgestimmt werden.

20 Liegenschaften übernommen

„Das Nahversorgungszentrum in Dorsten bietet uns eine weitere sehr gute Gelegenheit, unsere Expertise erneut unter Beweis zu stellen und die Liegenschaft für die Herausforderungen im Einzelhandelsmarkt fit zu machen“, sagt der Gesellschafter nun. Damit hat der Fonds nach eigenen Angaben die letzte von insgesamt 20 innerhalb der letzten beiden Jahre erworbenen Liegenschaften in mittelgroßen Städten übernommen.

Zuletzt hatte der Mercureim-Fonds die Hallplatz-Galerie im pfälzischen Zweibrücken gekauft. Das Gebäude mit einer Mischung aus Einzelhandel, Büro- und Arztflächen sowie Wohnungen liegt wie das Dorstener „Toom“-Gebäude am Eingang zur Fußgängerzone.

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