Grundbesitzabgaben: Hebesätze bleiben gleich, Abwassergebühr gestiegen

Bescheide der Stadt

Die Stadtverwaltung wird in der kommenden Woche etwa 29.000 Bescheide über Grundbesitzabgaben für 2021 versenden. Viele Dorstener erwarten die Bescheide jetzt noch nicht.

Dorsten

von Dorstener Zeitung

, 17.01.2021, 15:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Wer Eigentum hat, zahlt Grundbesitzabgaben.

Wer Eigentum hat, zahlt Grundbesitzabgaben. © picture alliance / dpa

Der Versand erfolgt in diesem Jahr zwei Wochen früher als in den vergangenen Jahren, schreibt die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung. Daher sind nur Vorgänge berücksichtigt worden, die bis zum 17. Dezember 2020 bearbeitet werden konnten. Zu Anträgen oder Mitteilungen, die nach dem 17. Dezember 2020 eingegangen sind, werden ab dem 22. Januar 2021 Änderungsbescheide versandt.

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Das werden die Dorstener den Grundbesitzbescheiden entnehmen können:

  • Die Hebesätze für die Grundsteuern A und B bleiben gegenüber 2020 unverändert.
  • Die Müllgebühren für die Restmüllabfuhr haben sich nicht geändert.
  • Die Abwassergebühr für Schmutzwasser ist um 5 Cent auf bei 2,27 Euro je Kubikmeter Abwasser gestiegen. Die Gebühr für die Beseitigung von Niederschlagswasser konnte dagegen um 15 Cent auf 82 Cent je Quadratmeter Fläche gesenkt werden.
  • Die Straßenreinigungsgebühren für die Sommerwartung sind unverändert. Die Gebühr für den Winterdienst ist gesunken.
  • Die Gebühren für die Gewässerunterhaltung haben sich ebenfalls reduziert.

Wer Einwendungen gegen den Bescheid hat, kann Widerspruch erheben. Die Frist hierfür beträgt einen Monat. Einzelheiten ergeben sich aus der Rechtsbehelfsbelehrung der Bescheide.

Unstimmigkeiten werden häufig unbürokratisch behoben

In vielen Fällen können, so die Verwaltung, Unstimmigkeiten allerdings ohne förmlichen Widerspruch und unbürokratisch behoben werden. Wer das Gefühl hat, dass Daten durch Missverständnis, Rechenfehler, Zahlendreher oder aufgrund einer anderen offenbaren Unrichtigkeit falsch sind, sollte Kontakt mit der Steuerabteilung aufnehmen.

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Aufgrund der Corona-Pandemie bittet die Stadt Dorsten darum, von persönlichen Vorsprachen abzusehen und sich telefonisch oder per E-Mail an kommunale-finanzen@dorsten.de zu wenden oder sich via Fax (02362) 66 57 22 zu melden. „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden die Anfragen möglichst schnell beantworten“, heißt es in der Pressemitteilung.

SEPA-Lastschrift macht aus Sicht der Stadt Sinn

Zur Zahlung der Abgaben sollte der Stadtkasse ein SEPA-Lastschriftmandat gegeben werden. Dann werden fällige Beträge fristgerecht eingezogen. Bei verspäteten Zahlungen entstehen Mahn- und Vollstreckungsgebühren sowie Säumniszuschläge (1 Prozent pro Monat) nach den gesetzlichen Bestimmungen.

Sollten Bürgerinnen und Bürger sich aufgrund besonderer Umstände außerstande sehen, binnen der Frist zu zahlen, können sie einen Stundungsantrag stellen. Ein solcher Antrag ist vor Fälligkeit einer Zahlung einzureichen, Umstände für Zahlungsschwierigkeiten sind darzulegen und nachzuweisen. Wer bereits ein Lastschriftmandat erteilt hat, findet dazu die Angaben auf dem Abgabenbescheid.

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