Betrug: Pizzeria-Besitzer in Dorsten kassiert 32.700 Euro Sozialhilfe

hzGerichtsprozess

Obwohl er sich mit einer Pizzeria und einem Hausmeisterservice selbstständig machte, kassierte er ein Mann aus Dorsten anderthalb Jahre lang Sozialhilfe. Nun bekam er dafür die Quittung.

Dorsten

, 12.10.2020, 09:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Genau zwei Jahre ist es her, dass ein 58-jähriger Dorstener in Lembeck eine Pizzeria eröffnet hat, die den Vornamen seiner Frau trug. Gut ein Jahr zuvor hatte er zudem einen Hausmeisterservice beim Gewerbeamt angemeldet. Das Problem dabei: Der Mann bezog zu dieser Zeit Sozialhilfe und unterließ es in beiden Fällen pflichtwidrig, dem Jobcenter seine berufliche Selbstständigkeit mitzuteilen. Insgesamt kassierte es 32.700 Euro, ohne dazu berechtigt zu sein.

Wegen Sozialbetrugs musste sich der in Lembeck lebende Mann am Mittwoch vor dem Dorstener Schöffengericht verantworten. Er erschien selbst nicht zu dem Termin, wurde in Anwesenheit seines Anwalts dennoch verurteilt.

Jetzt lesen

Inzwischen wird der Angeklagte nicht mehr vom Amt unterstützt, Frau und Kinder ebenfalls nicht, erklärte eine Mitarbeiterin der Behörde. Obwohl er einen neuen Job hat (die Pizzeria hat inzwischen einen neuen Inhaber gefunden), sei er der Rückzahlungsaufforderung noch nicht nachgekommen.

Mit blauem Auge davon gekommen

Obwohl der 58-Jährige bereits 24 Vorstrafen wegen Eigentums- und Vermögensdelikten aufweist, kam er mit einem blauen Auge davon: ein Jahr auf Bewährung, den Schaden muss er wiedergutmachen. Grund für das milde Urteil: In Freiheit kann er weiter arbeiten, so das Geld zurückzahlen und fällt dem

Steuerzahler womöglich auf Dauer nicht weiter zur Last.

Lesen Sie jetzt