Bis 2026 könnte es was werden mit dem Umbau des Bahnhofs Deuten

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Bahnfahrer brauchen zuweilen Geduld. In Deuten ganz bestimmt, denn für den barrierefreien Ausbau des Bahnhofs gibt es immer noch keinen Termin. Das Programm endet 2026.

Deuten

, 04.07.2020, 13:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Schon seit 2018 steht fest, dass der Bahnhof Deuten barrierefrei ausgebaut werden soll. Vor zwei Jahren hatte die Bahn der Stadt mitgeteilt, dass der Bahnhof in ein Programm der Deutschen Bahn aufgenommen worden sei. An sich eine gute Nachricht, allerdings mit unbekanntem Zeitplan.

Die Bahn bestätigte jetzt, dass sie derzeit eine Maßnahme zur Verbesserung der Barrierefreiheit an der Verkehrsstation Dorsten-Deuten plane. Ein Bahnhsprecher erklärte auf Anfrage: „Gegenwärtig befinden wir uns hierzu in Gesprächen mit dem VRR. Diese Maßnahme ist Teil und wird finanziert über die Förderinitiative zur Attraktivitätssteigerung und Barrierefreiheit von Bahnhöfen (kurz FABB).“

Optimierungsprogramm der Bahn läuft noch bis 2026

Im Fokus der Bundes-Initiative stehe insbesondere die Optimierung von Bahnsteighöhen und die Herstellung barrierefreier Zugänge an kleinen und mittleren Stationen in den Jahren 2019 bis 2026.

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Der Unternehmenssprecher: „Konkrete Bauzeiträume zum Bahnhof Dorsten-Deuten können zu diesem Zeitpunkt noch nicht benannt werden.“ Möglicherweise müssen die Deutener sich noch sechs Jahre gedulden, bis der Bahnhofsumbau in Angriff genommen wird.

Über eine Rampe soll der Bahnsteig barrierefrei erreichbar sein

Wie der Technische Beigeordnete Holger Lohse 2018 berichtete, soll der Bahnsteig in Deuten auf 76 Zentimeter angehoben und auf einer Länge von 125 Metern ausgebaut werden. Eine Rampe soll dann den Zugang zum Bahnsteig ermöglichen. Eine neue Beleuchtung für mehr Licht und Sicherheitsgefühl sorgen.

Zur Siedlung soll es aus Sicherheitsgründen einen neuen Zaun geben.

Die Tester des VRR haben dem Deutener Bahnhof unlängst erneut das Prädikat „akzeptabel“ gegeben.

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Für eine zweite Planung rund um den Bahnhof Deuten braucht es ebenfalls einen langen Atem. Um die Parkplatznot rund um den Haltepunkt zu lindern, braucht die Stadt Flächen von der Bahn, die diese demnächst nicht mehr braucht. Die Bahn rüstet nach und nach auf elektronische Stellwerktechnik um und kann dann auf die Drahtzugleitungen verzichten.

Wenn dieser Zeitpunkt gekommen sei, hieß es im vorigen Sommer, würden Stadt und Bahn in Verhandlungen treten. Seien die erfolgreich abgeschlossen, würde die Stadt einen Zuschuss beim VRR beantragen und dann die Parkplätze anlegen. Auch das klingt nicht nach einer schnell umsetzbaren Maßnahme.

Bahnpendler, die in Deuten ein- und aussteigen, brauchen also auch weiterhin Geduld.

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