Bis Wulfen-Barkenberg braucht die Feuerwehr im Schnitt elf Minuten

hzAnwohner in Sorge

Wenn die ehrenamtlichen Löschzüge gar nicht alarmiert werden, ist die Feuerwehr dann überall schnell genug am Einsatzort? Die Stadt zerstreut die Sorgen von Anwohnern aus Barkenberg.

Wulfen-Barkenberg

, 30.09.2020, 04:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Müssen Barkenberger sich Sorgen machen, dass im Ernstfall die Feuerwehr nicht schnell genug bei ihnen ist? Als wir Anfang September darüber berichteten, dass die Feuerwehr wegen Corona bei vielen Einsätzen vorerst nur mit hauptamtlichen Kräften ausrückt, um das Ansteckungspotenzial so gering wie möglich zu halten, meldete sich ein Barkenberger Leser und berichtete: „Bei uns braucht die Feuerwehr teils ca. 15 Minuten.“ Das beunruhige die Bewohner des Stadtteils.

In diesem Sommer habe es einige Flächenbrände gegeben, bei denen es recht lange gedauert habe, bis die Feuerwehr vor Ort gewesen sei. In Lembeck fahre ja auch die Freiwillige Feuerwehr mit raus, damit keine langen Wartezeiten entstehen. Warum das in Barkenberg nicht der Fall sei, erschließe sich ihm nicht, so der Barkenberger.

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Bei Wohnungsbränden kommt der örtliche Löschzug immer mit

Ob die Freiwillige Feuerwehr mit ausrückt oder nicht, komme aufs Alarmierungsstichwort an, hat die Stadt jetzt auf unsere Anfrage erklärt. „Zu Wald-, Zimmer-, Wohnungs-, Dachstuhl-, Keller-, Kamin-, Kleingebäude- und Wohncontainerbränden werden immer mindestens die Hauptwache und der örtlich zuständige Löschzug alarmiert“, heißt es in der Presseinformation der Stadt.

Bis Ende August habe die Hauptwache in diesem Jahr 48-mal nach Barkenberg ausrücken müssen und die Einsatzstelle durchschnittlich nach elf Minuten erreicht. Werde ein Flächenbrand gemeldet, sei das Meldebild „Böschung, Buschwerk, Grasnarbe außerhalb von großen Waldgebieten“ in der Alarm- und Ausrückeordnung hinterlegt.

In solchen Fällen entsende die Hauptwache ein Hilfeleistungslöschfahrzeug und ein Tanklöschfahrzeug mit sechs Einsatzkräften und 6000 Litern Wasser, die in einer der Lage angemessenen Eintreffzeit den Brand bekämpfen können. Sei der Flächenbrand dramatischer, könne der Einsatzleiter unverzüglich weitere Feuerwehreinheiten über die Kreisleitstelle anfordern.

Nicht alle Stadtteile sind gleich gut erreichbar

Die Erreichbarkeit der deutlich entlegeneren Stadtteile Rhade, Lembeck und Altendorf-Ulfkotte sei im Vergleich zu Wulfen-Barkenberg erschwert durch Bahnübergänge und die Verkehrssituation in der Innenstadt oder in Richtung Lembeck durch die geringe Ausbaubreite der Wulfener Straße. Hier sei ein Ausweichen schwierig und schnelles Fahren bei Gegenverkehr kaum möglich. Ein Ausrücken der örtlichen Löschzüge soll dort garantieren, dass die Brandbekämpfung auch dort in der vorgeschriebenen Zeit beginnen kann.

Bei der Feuerwehr sind die Experten davon überzeugt, dass ihr Einsatzkonzept alle Stadtteile gleich gut schützt.

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