Bismarckstraße: Arbeiten liegen im Zeitplan

Großbaustelle

Goldgelb schimmert der Sand aus Coesfeld in der mächtigen Baugrube der Großbaustelle an der Bismarckstraße. 1400 Lastwagen-Ladungen Füllsand wurden seit Beginn der Arbeiten am 27. Juni 2016 herangekarrt, um die Kreisstraße 41 zwischen Halterner Straße und Grüner Weg nach Tiefbauarbeiten anzuheben.

Dorsten

, 28.03.2017, 15:14 Uhr / Lesedauer: 2 min
Aus der Luft betrachtet, kann man die Fortschritte auf der Großbaustelle Bismarckstraße gut erkennen: Das Straßenniveau wurde zwischen Be Fit (unten links, Flachdachbau) und Berufskolleg-Turm (Mitte) mit dem Sand nahezu angeglichen. Zuvor lag die Straße bis zu 4,30 Meter tiefer und führte unter der ehemaligen Eisenbahnunterführung hindurch. Die Brücke wurde gleich zu Beginn der Maßnahme abgerissen.

Aus der Luft betrachtet, kann man die Fortschritte auf der Großbaustelle Bismarckstraße gut erkennen: Das Straßenniveau wurde zwischen Be Fit (unten links, Flachdachbau) und Berufskolleg-Turm (Mitte) mit dem Sand nahezu angeglichen. Zuvor lag die Straße bis zu 4,30 Meter tiefer und führte unter der ehemaligen Eisenbahnunterführung hindurch. Die Brücke wurde gleich zu Beginn der Maßnahme abgerissen.

"Wir liegen voll im Zeitplan", sagte Bauleiter Bernd Rademacher von der bauausführenden Firma BLR am Dienstag auf Anfrage. Bis zur 49. Kalenderwoche dieses Jahres, zum Stichtag 1. Dezember, soll die Baumaßnahme an Dorstens größter innerstädtischen Kreuzung zwischen Altstadt, Hervest, Holsterhausen und Wulfen abgeschlossen sein.

Eine 18-monatige Höchstleistung liegt dann hinter den Beteiligten – wenn der Zeitplan aufgeht. 40.000 Kubikmeter Füllboden werden bis dahin herbeigeschafft und verarbeitet worden sein. Diese Menge entspreche, so sagte Diplom-Ingenieur Volker Himmel vom Planungsbüro ISW in Borken bei der Vorstellung der Baumaßnahme im Sommer 2016, einem 46 Kilometer langen Lastwagen-Konvoi.

Von Transporten wenig mitbekommen

Von den Transporten haben die Dorstener wenig mitbekommen, denn die Sattelzüge steuern die Stadt einzeln und nicht im Konvoi an. Dass der Zeitplan bis jetzt eingehalten werden konnte, führt Bauleiter Bernd Rademacher auf zwei Umstände zurück: „Wir hatten kaum Frost im Winter. Und wir haben auch samstags gearbeitet, um schnell voranzukommen.“

Der BLR-Mann bezeichnet die Baumaßnahme in Dorsten selbst als Großbaustelle: „Das ist schon ganz schön umfangreich, was hier an Arbeiten geleistet werden muss.“ So wurden in der Bismarckstraße, beginnend am Gemeindedreieck, zunächst neue Kanalrohre verlegt. Die Abflussrohre sollen bis zum Grünen Weg führen. Das entspricht ab Gemeindedreieck einer 750 Meter langen Strecke. „So weit sind wir noch nicht ganz, aber zu drei Vierteln ist der Kanal fertig“, so Rademacher.

Vandalen machen Ärger

Ärger bereiten den Bauarbeitern Vandalen, die mehrfach die Schläuche von der Pumpe auseinandergerissen haben, mit der das hervorsprudelnde Grundwasser in Schach gehalten wird, bis der Straßenkanal fertiggestellt ist: „Zuletzt ist das in der Nacht von Freitag auf Samstag geschehen.“ Das lege die Baustelle für mindestens einen Tag lahm, sagte Rademacher. „Denn hier steht dann das ganze Gelände unter Wasser.“ Sechsmal sei das passiert, sechsmal habe man Anzeige gegen Unbekannt erstattet. „Die Baustelle ist mit Zäunen gesichert. Und doch dringen die Leute vor“, meinte Rademacher. Das Problem sei, dass im Umfeld kaum jemand wohne und man die zerstörungswütigen Zeitgenossen deshalb wohl nicht fassen könne.

Noch nicht fassen kann der neue Kanal das Grundwasser: „Wir stellen die Pumpen natürlich erst ab, wenn alle Rohre in der Erde liegen.“ Ein 100 Meter langes Kanalstück soll auch am angrenzenden Römerradweg im Erdreich versenkt werden. Er dient dann der Entwässerung der angrenzenden Grundstücke.

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