Bomben auf Mulliawalai

Dorstener Schule offenbar unversehrt / Kuhn reist nach Malawi

15.05.2007, 12:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Dorsten Es grenzt an ein Wunder, aber das mit Spenden aus Dorsten errichtete Schulzentrum in Mulliawalai hat den Bürgerkrieg im Nordosten von Sri Lanka bislang weitestgehend unbeschadet überstanden. ?In der Stadt sind einige Bomben explodiert?, bestätigte der Präsident der abc-Gesellschaft gestern, ?aber die Schule steht zum Glück etwas außerhalb.? Seit Monaten bemüht sich Kuhn um eine Einreiseerlaubnis, doch das Kriegsgebiet ist abgeriegelt. Allmählich wird die Zeit allerdings knapp. Die abc-Gesellschaft hat vom Land NRW eine Zusage über 30 000 Euro für didaktisches Material erhalten, um gut 18 Monate nach dem Unterrichtsbeginn endlich auch mit der Lehrerfortbildung starten zu können. Die Frist läuft eigentlich Ende Juli ab, Kuhn hat nun um eine halbjährige Verlängerung gebeten. Ob er in diesem Jahr mit dem Projekt tatsächlich beginnen kann, ist ungewiss. 200 000 Flüchtlinge sollen auf der Flucht vor den Auseinandersetzungen zwischen Regierungstruppen und tamilischen Rebellen sein. Im Lehrerfortbildungszentrum finden viele von ihnen eine vorübergehende Bleibe. Wenn sie nicht in Zelten leben, die kaum Schutz vor Kälte und Regen bieten. ?Die Lage ist unüberschaubar?, glaubt Kuhn, ?ein Ende ist nicht absehbar.? Und somit auch nicht, wann er seine Mission an der Dorstener Schule fortsetzen kann. Im Juni reist der Präsident der abc-Gesellschaft nach Malawi, um hier den Bau einer Schule voranzutreiben. 40 000 Euro hat er bereits zusammen, ?aber das reicht noch lange nicht?. dieb Spendenkonto: Sparkasse Vest in Dorsten, BLZ 426 501 50, Kto.-Nr.: 70 013 008

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