Bündnis gegen Rechts setzt Zeichen gegen AfD-Veranstaltung in Dorsten

Kundgebung am 17. September

Die erste größere Veranstaltung der AfD in Dorsten bleibt nicht ohne Reaktion. Ein Bündnis gegen Rechts plant eine Gegenveranstaltung - eine direkte Konfrontation mit der AfD ist denkbar.

Dorsten

, 11.09.2019, 07:20 Uhr / Lesedauer: 1 min
Bündnis gegen Rechts setzt Zeichen gegen AfD-Veranstaltung in Dorsten

Das Bündnis „Wir in Dorsten gegen Rechts“, hier beim Wahlkampf für die Europawahl im Mai, plant am 17. September eine Kundgebung in Dorsten. © Stefan Diebäcker

Nach einem Planungstreffen am Montag teilte Ruth Lange, Sprecherin des Bündnisses „Wir in Dorsten gegen Rechts“, mit, dass die Gegenveranstaltung am Dienstag (17. September) um 17.30 Uhr auf dem Marktplatz beginnt. „Ich habe die Veranstaltung beim Polizeipräsidium in Recklinghausen angemeldet“, sagte sie am Dienstagabend.

Vom Marktplatz durch die Innenstadt

Die Kundgebung führt später durch die Innenstadt und über die Hochstadenbrücke und endet auf dem Hochstadenplatz - also unmittelbar vor der Petrinum-Aula, wo die AfD an diesem Tag ab 19.30 Uhr erstmals einen sogenannten „Bürgerdialog“ mit drei Bundestagsabgeordneten plant.

Nach mehreren Stammtischen in Dorstener Gaststätten, deren Namen und Adressen öffentlich nicht bekanntgegeben werden, hat die AfD erstmals die Petrinum-Aula für eine öffentliche Veranstaltung gebucht. Die Stadt Dorsten hat bestätigt, dass dies generell möglich ist, solange schulische Belange nicht gestört werden. Die Schulleitung des Dorstener Gymnasiums hatte keine Einflussmöglichkeit.

Politische Veranstaltungen in Schul-Aula erlaubt

Nur in den letzten sechs Wochen vor einer Wahl sind politische Veranstaltungen in städtischen Gebäuden generell nicht erlaubt, hatte Stadtsprecher Ludger Böhne bereits im Februar auf Nachfrage bestätigt. Damals hatte die AfD einen größeren Veranstaltungsort gesucht, war aber beim Gemeinschaftshaus Wulfen abgeblitzt.

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