Bürgermeister packt das neue Jahr kämpferisch an

DORSTEN Banken-Krise, Wirtschafts-Krise, kommunale Finanz-Krise - derart krisengebeutelt müsste der Bürgermeister trübsinnig und resignierend dem Neuen Jahr entgegenblicken. Tut er aber nicht: Lambert Lütkenhorst will 2009 kämpferisch allen Herausforderungen begegnen.

von Von Klaus-Dieter Krause

, 01.01.2009 / Lesedauer: 2 min
Bürgermeister packt das neue Jahr kämpferisch an

Lambert Lütkenhorst geht kämpferisch ins neue Jahr.

  •   Kampf gegen Jugendarbeitslosigkeit: Dazu möchte Lütkenhorst ein Dorstener Modell realisieren, das hilft, jungen Menschen ohne Perspektive eine Hartz-IV-Dauerschicksal zu ersparen. „Es muss gelingen, auf dem zweiten Arbeitsmarkt sozialversicherungspflichtige Stellen zu schaffen, die mit einem Lohn über Hartz-IV-Niveau Anreize bieten“, skizziert Lütkenhorst ein Projekt, dass er in Düsseldorf durchboxen möchte.
  • Kampf gegen Kinderarmut: „Das Engagement, Kinder vor dem Hungerkreislauf zu bewahren, darf nicht auf den Sponsorenbereich beschränkt bleiben“, mahnt Lütkenhorst. Beabsichtigt sei, die Aktion kein Kind ohne Mahlzeit von den Grundschulen in die Kindergärten auszuweiten.
  •  Kampf für mehr Bildung: „Da müssen wir an mehreren Fronten etwas tun“, sieht Lütkenhorst verstärkten Handlungsbedarf. Mit den Schulleitung solle geprüft werden, „was können wir tun, um unsere Schulen zu optimieren?“

Da frühe Musikerziehung sich sehr positiv auswirke, gelte es, womöglich mit prominenter Unterstützung, die Aktion „Kein Kind ohne Instrument“ zu beflügeln. Und zu den wichtigsten Sprungbrettern für eine gute Bildung zähle nach wie vor das Lesen: „Auch da könnte ich mir vorstellen, dass wir vielleicht gemeinsam mit der weltweit bekanntesten Dorstenerin ein Ausrufezeichen setzen“ hofft Lütkenhorst. Außerdem sei es an der Zeit, mit einem Förderverein für die Stadtbibliothek deren Stellenwert noch hervorzuheben. „Die Halde lebt - die Halde bebt“ könnte es heißen, wenn im Sommer auf der Hürfeld-Höhe das erste Rockfestival den Kultur-Kalender bereichert.

Wenn Lütkenhorst dafür „grünes Licht“ erkennt, dann sieht er für eine andere potenzielle Kulturstätte schwarz. Der Dorstener Bahnhof verrottet mehr und mehr. Daher könne ein Punkt erreicht werden, an dem auch der Denkmalschutz nicht hilft: „Ich kann mir vorstellen, dass dieses Gebäude irgendwann abgerissen werden muss.“

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