Nistkästen, Sportgerät, Stadtteiltafel: Bürger-Runde schüttet diesmal eine Menge Geld aus

hzStadtteilkonferenz Feldmark

Die hervorragend besuchte Stadtteilkonferenz in der Feldmark zeigte sich sehr spendabel. Eines der geförderten Projekte nimmt sogar die ganze Stadt Dorsten in den Blick.

Dorsten

, 02.11.2019, 13:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wie alle anderen Stadtteilkonferenzen in Dorsten auch, hatte die „Bürgerrunde Feldmark“ in diesem Jahr kaum Geld aus dem Bürgerbudget abgerufen. Doch auf der jüngsten Sitzung am Mittwoch im völlig überfüllten Tennisheim des TV Feldmark ging es Schlag auf Schlag: Die Konferenz-Teilnehmer gaben gleich mehreren Förderanträgen grünes Licht - darunter ein Projekt, das ganz Dorsten in den Blick nimmt.

Antragsteller war der rührige Feldmärker Wolfgang Lange. Sein Vorschlag: An der Hohen Brücke eine große „Stadtteiltafel“ aufzustellen, samt Plan, in dem die Grenzen alle Dorstener Ortsteile eingelasert werden. „Die Idee dazu entstand, als wir im letzten Jahr an der Brücke den Dorsten-Apfelbaum gepflanzt hatten“, erläuterte Dieter Dreckmann, Sprecher der „Bürger-Runde“.

7600 Euro Kosten

Die Plaketten mit den Namen der jeweiligen Dorstener Stadtteile werden nun für die geplante 2,50 Meter mal 1,50 Meter große Tafel verwendet. Diese soll inklusive vorbereitender Arbeitsleistungen rund 7600 Euro kosten.

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An Zuschüssen dafür aus dem Bürgerbudget bewilligte die Bürger-Runde Feldmark nahezu einstimmig gut 6100 Euro, der Eigenanteil beträgt ungefähr 1500 Euro, die durch Spenden beglichen werden. Die Tafel wird aus Edelstahl bestehen und am Fuße so umfangreich mit Dornenbüschen bepflanzt, dass Sprayer und andere Vandalen keine Chance haben, sich daran auszutoben.

Nistkästen, Sportgerät, Stadtteiltafel: Bürger-Runde schüttet diesmal eine Menge Geld aus

So könnte die geplante Stadtteil-Tafel an der Hohen Brücke aussehen. © Montage: Privat

Geld gibt es auch für die Neugestaltung des ehemaligen „Steinernen Tisches“ im Barloer Busch. Dieser war lange ein historisch bedeutsamer Treffpunkt in der Feldmark, bis er vor gut zehn Jahren von Unbekannten zerstört wurde. Unter dem Dach der noch existierenden Schutzhütte soll er in Betonweise neu aufgebaut werden. „Wir bekommen 2000 Euro vom Land aus dem Heimatscheck-Förder-Programm“, erklärte Antragsteller Paul Schürmann vom Orgateam der Bürger-Runde. Hinzu kommen nun 427 Euro aus dem Bürgerbudget.

Nistkästen gegen Raupen

Weitere 455 Euro bekommt das Orga-Team für ein Vorhaben, mit dem man künftig in der Feldmark die Eichenprozessionsspinner-Plage etwas eindämmen möchte. Das Orga-Team will die „Dorstener Arbeit“ damit beauftragen, 60 Selbstbausätze für Meisen-Nistkästen herzustellen, in der Hoffnung, dass die Vögel helfen, die Raupen an den Bäumen loszuwerden.

Drei Anträge der Ideenfabrik

Drei Anträge hatte die „Ideenfabrik“ aus dem Feldmärker Wohngebiet „Stadtsfeld“ gestellt, auch ihnen wurde allesamt entsprochen. Nachträglich erhält die Initiative 325 Euro für die Mit-Organisation der Eröffungsfeierlichkeiten der „Zechenbahnbrücke“ im September. 640 Euro gibt es als Zuschuss für die Staudenbeete, die den Rossiniplatz noch weiter verschönern sollen.

Hans-Jürgen Welz von der Ideenfabrik konnte sich dann noch über einen 2660-Euro-Zuschuss für ein „Mehrgenerationensportgerät“ freuen, an dem sich Anwohner in unterschiedlicher Art und Weise körperlich betätigen können. Dieses soll am „Grüngürtel der Generationen“ aufgestellt werden, der das Quartier durchzieht.

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