Dorstener Kaufleute, Citymanagement, Stadtagentur und Bürgermeister freuen sich über die vielen neuen Farbkleckse in der Innenstadt. Die Idee hatte Manfred Hürland (l.), Sprecher der Dorstener Kaufmannschaft. © Robert Wojtasik

Bunte Schirme schmücken jetzt die Dorstener Innenstadt

Geschäfte geöffnet, die Maskenpflicht fällt und nun gibt es auch noch ein farbenfrohes Dach aus Schirmen für die Dorstener Innenstadt. Die Fußgängerzone lebt nach kargen Zeiten wieder auf.

Dorstens Fußgängerzone ist um einen Blickfang reicher. Genau genommen um 720, denn so viele Schirme in neun verschiedenen Pastelltönen wurden an mehreren Stellen in der Innenstadt aufgehängt. Nun baumeln sie über den Köpfen der Passanten, die passenderweise ab Samstag auch keine Maske in der Fußgängerzone mehr tragen müssen. Nach kargen Zeiten lebt die Dorstener Innenstadt wieder auf.

„Wir waren eigentlich schon im April startklar und der Plan war, die Schirme nach Ostern aufzuhängen“, sagte Manfred Hürland, der die Idee zu der Aktion hatte. „Aber in einer leeren Stadt braucht man keine Schirme aufhängen“, so der Sprecher der Dorstener Kaufleute. Deshalb habe man gewartet, bis die Geschäfte wieder geöffnet sind und „eine Stimmung da ist, die dem gerecht wird“.

Unter Dorstens Kaufleuten herrscht Aufbruchstimmung. Endlich können sie wieder Kunden empfangen. „Wir sind wieder für Sie da – live und bunt“ stand auf einem großen Plakat geschrieben, das für die Präsentation der Aktion angefertigt wurde. Die Schirme sollen dazu beitragen, gute Laune in die Stadt zu bringen.

Auch der für Autofahrer gut erkennbare Kubus am Recklinghäuser Tor wurde mit Schirmen geschmückt. © Robert Wojtasik © Robert Wojtasik

„Unter Coronabedingungen ist das genau die richtige Kunst-Installation“, sagte Bürgermeister Tobias Stockhoff. „Weil es Flächenkunst ist und nicht ein Objekt, um das herum sich alle scharen. Man hat die Möglichkeit, es an mehreren Orten zu genießen und Fotos zu machen.“

Die Schirme sind bis September auf dem Marktplatz, an der Essener Straße, der Lippestraße und an der Recklinghäuser Straße zu sehen. Auch der für Autofahrer gut sichtbare Kubus am Recklinghäuser Tor ist geschmückt.

Viel Zustimmung bei Online-Konferenz

Rund 14.500 Euro kostet die Aktion. Sie wird zu 90 Prozent aus Mitteln des Bürgerfonds des Stadtumbauprogramms „Wir machen Mitte“ gefördert. Die Dorstener Interessengemeinschaft Altstadt (DIA) übernimmt einen Eigenanteil in Höhe von zehn Prozent. Bei einer Online-Konferenz im Februar wurde das Projekt vorgestellt und unter viel Zustimmung aus der Bevölkerung von einer breiten Mehrheit beschlossen.

Die Schirme werden hinterher an den Bürgerpark Maria Lindenhof gespendet. „Falls das Wetter bei einer Veranstaltung mal nicht mitspielen sollte, gibt es dann einen Schirm-Fundus“, sagte Manfred Hürland. „Aber erst mal freuen wir uns sehr, dass wir die Schirm-Aktion für die Dorstener Innenstadt umsetzen konnten.“

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Einst aus Sachsen nach Westfalen rübergemacht. Dort in Münster und Bielefeld studiert und nebenbei als Sport- und Gerichtsreporter gearbeitet. Jetzt im Ruhrpott gelandet. Seit 2016 bei Lensing Media.
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