Cannabisplantagen mit 220 Pflanzen: Trio legt Geständnisse ab

Prozess am Landgericht Bochum

Mehr als ein Jahr nach dem spektakulären Fund zweier Cannabisplantagen in Datteln und Henrichenburg hat am Montag am Landgericht Bochum der Prozess gegen die illegalen "Drogen-Gärtner" begonnen. Zum Auftakt legte das angeklagte Trio (33, 34 und 34 Jahre) aus Dorsten und Castrop-Rauxel Geständnisse ab.

DORSTEN/BOCHUM

von Von Werner von Braunschweig

, 05.11.2012 / Lesedauer: 2 min

Umgerechnet in Joints (Konsumeinheiten) sprach das LKA-Gutachten von einer Zahl von 14 800 (!). Nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft hatten die drei Männer spätestens im Juli 2011 damit begonnen, einen 14-Quadratmeter-Raum im hinteren Bereich des Kiosks in eine professionelle Drogen-Plantage umzuwandeln. Nur 14 Tage später mietete der angeklagte Kioskinhaber (34) zusätzlich das Einfamilienhaus in Datteln und stattete einen der Kellerräume mit grünen Cannabispflanzen aus. Zum Aufbau der illegalen Indoor-Aufzuchten setzten die Täter auf höchste Qualität.

Sie verwendeten unter anderem spezielle Transformatoren mit Zeitschaltuhr und sorgten so laut Gutachten für eine „überaus großzügige Beleuchtungssituation“. Als die Falle im August zuschnappte, waren die Cannabis-Pflanzen bereits 70 Zentimeter hoch. Nachdem einer der Angeklagten aus Castrop-Rauxel bereits bei der Polizei ein Geständnis abgelegt hatte, zogen am Montag auch der Dorstener und der Dritte im Bunde nach. Dem Trio drohen Haftstrafen von bis zu drei Jahren.

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