Caritas stoppt Spendenaktion „Hoffnung für Maximilian“

Spendenaktion

Mehr als 100.000 Euro sind schon auf dem Spendenkonto für den schwerkranken Max angekommen. Jetzt hat die Caritas die Aktion gestoppt - aus gutem Grund.

Dorsten

von Dorstener Zeitung

, 27.10.2020, 07:45 Uhr / Lesedauer: 1 min
Max Kaluzna

Max (6) ist an einem unheilbaren Hirntumor erkrankt. Die Spendenaktion war ein voller Erfolg, jetzt gibt es weitere positive Nachrichten. © privat

Seit gut zwei Wochen wird Maximilian Kaluzna (6) zusätzlich zu seiner Chemotherapie mit ONC 201 behandelt. Der Junge, der an einem inoperablem Hinrtumor leidet, verträgt das Medikament bislang sehr gut. Welchen Erfolg das Medikament aus den USA mit sich bringt, wird sich in den kommenden Wochen zeigen.

Die Familie war überwältigt von der hohen Spendenbereitschaft. Durch die mehr als 100.000 Euro ist die Versorgung mit dem in Deutschland nicht zugelassenen Medikament auf lange Zeit sichergestellt, ein Medikament, für das die Krankenkassen normalerweise die immens hohen Kosten nicht übernehmen.

Krankenkasse übernimmt Kosten

Nun gab es völlig überraschend für Max und seine Familie eine gute Nachricht, mit der keiner gerechnet hat: Die zuständige Krankenkasse hat nach intensiver Prüfung und im Rahmen einer Einzelfallentscheidung mitgeteilt, die Therapie mit ONC 201 für Maximilian zu finanzieren. „Diese unvorhersehbare Entwicklung freut uns für Max und seine Familie sehr und veranlasst uns gleichzeitig dazu, die Spendenaktion „Hoffnung für Maximilian“ einzustellen“; sagt Sabine Cremer vom Caritasverband.

Die auf dem Konto verbleibenden Spenden werden für weitere sich im Rahmen der ONC-Therapie ergebende ergänzende Therapieansätze und medizinische Versorgungsleistungen verwendet, die sich nicht im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen befinden, die aber die Lebensqualität von Maximilian steigern und ihm eine längere Lebenserwartung geben könnten.

Familie Kaluzna bedankt sich ganz herzlich für die hohe Spendenbereitschaft und die Solidarität, die weit über die Grenzen Dorstens hinausreicht: „Dass so viele Menschen an Max gedacht haben, hat unserer ganzen Familie viel Kraft gegeben“, so die Mutter von Maximilian.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt