Corona-Fall an Sekundarschule: Schulstart verschoben, Kollegium wird getestet

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Eine Lehrerin an der Sekundarschule in Dorsten ist positiv auf Corona getestet worden. Das gab der Kreis Recklinghausen bekannt. Die Lehrerin hat in den letzten Tagen an Konferenzen teilgenommen.

Dorsten

, 11.08.2020, 15:51 Uhr / Lesedauer: 2 min

An der Neuen Schule in Dorsten gibt es einen Corona-Fall. Das gab der Kreis Recklinghausen kurz vor Beginn des neuen Schuljahres am Dienstag (11.8.) bekannt. Die Stadt bestätigte den Fall wenig später. Eine Lehrerin wurde positiv auf das Virus getestet.

Schulstart verschoben

Schulleiterin Susanne Bender hat nach Absprache mit der Schulaufsicht der Bezirksregierung Münster entschieden, den Unterricht am Mittwoch (12.8.) nicht zu starten. Das erklärte sie Bürgermeister Tobias Stockhoff am Dienstagnachmittag.

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Die Stadt teilte mit, dass die Schulleiterin angesichts der zur Verfügung stehenden Lehrer und der zu erwartenden Personalsituation „die verantwortungsvolle Aufnahme des Schulbetriebs“ nicht gewährleisten könne. Weiter habe Susanne Bender mitgeteilt, dass dem Kollegium die Gesundheit der Schülerinnen und Schüler am Herzen läge.

Wann an der Neuen Schule der Regelbetrieb aufgenommen wird, stand am frühen Dienstagabend noch nicht fest.

Kollegium soll getestet werden

Tobias Stockhoff äußert sich zuversichtlich: „Die Stadt Dorsten hat volles Vertrauen, dass die Schulleitung nach Beratung mit der Bezirksregierung und Abwägung aller Fakten in dieser inneren Schulfrage die richtige Entscheidung getroffen hat. Sofern die Stadt – als Schulträger für alle äußeren Schulfragen zuständig – in den nächsten Tagen Unterstützung leisten kann, werden wir dies gerne tun.“

Wie der Kreis auf Anfrage der Redaktion mitteilte, habe die betroffene Lehrerin an Schulkonferenzen teilgenommen, weshalb ab Mittwoch (12.8.) auch das Kollegium getestet werden soll. Laut Kreissprecher Jochem Manz liegen die Ergebnisse in ein bis drei Tagen vor. Ob weitere Lehrer in Quarantäne müssen, entscheidet das Kreisgesundheitsamt.

So sollte der Schulstart aussehen

Die Neue Schule wollte am Mittwoch (12.8.) mit fünf Eingangsklassen ins neue Schuljahr starten. Das ist eine mehr als ursprünglich geplant. Der Kennenlernnachmittag im Juni war wegen der Corona-Pandemie ausgefallen, stattdessen erhielt jedes Kind vor den Sommerferien einen Brief mit Informationen, in welche Klasse es kommt und wer der Klassenlehrer oder die Klassenlehrerin ist.

Die Neue Schule ist eine Sekundarschule im Aufbau. Die fünfte und sechste Klasse sind jeweils fünfzügig, die siebte Klasse sechszügig. Für den Schulstart hatte das Kollegium geplant, die drei Jahrgangsstufen in möglichst festen Lehrerteams zu unterrichten.

Auf ihrer Homepage betont die Neue Schule die Wichtigkeit der Hygienemaßnahmen: „Der sichere Schulbesuch steht im Zentrum aller Bemühungen, wenn die Schule jetzt nach den Sommerferien für unsere Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 5, 6 und 7 wieder startet.“

So regelt NRW die Corona-Testungen von Schul-Personal und Kita-Beschäftigten

Das NRW-Schulministerium gibt bekannt, dass sich Lehrer öffentlicher und privater Schulen kostenlos testen lassen können, und zwar in der Zeit vom 3.8. bis zum 9.10. alle 14 Tage. Das Land übernimmt die Kosten, die Kassenärztlichen Vereinigungen organisieren die Testungen.

Lehrer können sich in den ungeraden Wochen testen lassen, Kindergarten-Personal kann in den geraden Kalenderwochen zum Hausarzt gehen. Das positive Ergebnis der Lehrerin in Dorsten wurde in einem geraden Kalendermonat bekannt.

In einer ursprünglichen Version berichteten wir, dass der Unterricht wie geplant am Mittwoch starten kann. Diese Meldung beruhte auf einer vorläufigen Antwort des Kreis Recklinghausen.
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