Corona: Notruf der Feuerwehr-Leitstelle zeitweise überlastet

Coronavirus

Im Kreis Recklinghausen ist am Samstag die derzeit höchste Corona-Warnstufe ausgerufen worden. Viele Menschen sind in Sorge - doch die Feuerwehr ist der falsche Ansprechpartner.

Dorsten, Haltern, Castrop-Rauxel

, 10.10.2020, 19:17 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Notruf der Feuerwehr-Leitstelle in Recklinghausen war am Samstag zeitweise überlastet.

Der Notruf der Feuerwehr-Leitstelle in Recklinghausen war am Samstag zeitweise überlastet. © Kreis Recklinghausen

Die Leitstelle der Feuerwehr in Recklinghausen ist am Samstag mit Anrufen überhäuft worden. Zahlreiche Menschen aus dem gesamten Kreisgebiet wandten sich mit Fragen rund um das Coronavirus an die Einsatzkräfte. Vor allem Urlauber wollten offenbar wissen, wo sie sich auf die Schnelle noch testen lassen können. In der Folge waren die Leitungen zeitweise überlastet.

„Unsere Kreisleitstelle der Feuerwehr in Recklinghausen kann keine Hinweise geben auf Testmöglichkeiten und Vorgaben für Reisen“, sagte Dorstens Feuerwehr-Sprecher Dirk Heppner stellvertretend für seine Kollegen. „Die Telefonleitungen müssen unbedingt für Notrufe freibleiben.“

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Auch die Kreisverwaltung und das Deutsche Rote Kreuz haben keine Möglichkeiten, private Corona-Testungen durchzuführen. „Wer verreisen möchte, sollte sich vorab über die Multimedia-Seiten der jeweiligen Landesregierungen oder Urlaubsorte informieren“, so Dirk Heppner.

Liste der Ärzte im Internet

Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) hat eine Liste zusammengestellt mit Ärzten und Praxen, die grundsätzlich Testung auf COVID 19 Infektionen per Nasen-/Rachenraum anbieten. Gleichzeit verweist die KVWL darauf: „Sie möchten sich testen lassen? Dann nehmen Sie bitte auf jeden Fall zunächst Kontakt zu Ihrem Hausarzt auf und besprechen Sie das weitere Vorgehen und gegebenenfalls eine Terminierung.“

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Wer keinen Hausarzt hat, kann sich an die in der Liste genannten Praxenwenden. Auch hier ist im ersten Schritt eine telefonische Kontaktaufnahme erforderlich und sinnvoll. Eine Terminabsprache soll unter anderem einer zu starken Belastung der Praxen entgegenwirken. Ansonsten gilt die ärztliche Notrufnummer (116 117), aber nicht der Notruf der Feuerwehr oder Rettungsdienste.

Vor den Arztpraxen und den Krankenhäusern der Region haben sich am Samstag lange Schlangen gebildet. Die Sorge, den Urlaub nicht antreten zu können wegen eines fehlenden Coronatestes war bei vielen Menschen groß.

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