Corona-Risikogebiet: Das sind die Auswirkungen auf das Krankenhaus

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Dorstener brauchen jetzt einen Corona-Test, wollen sie in den Herbsturlaub fahren. Das St.-Elisabeth-Krankenhaus bekam die Einstufung zum Risikogebiet am Wochenende zu spüren.

Dorsten

, 12.10.2020, 17:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit Samstag (10.10.) gilt der Kreis Recklinghausen als Risikogebiet. In Dorsten sind, Stand Montag (12.10.), 36 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Kreisweit liegt der Inzidenzwert am Montag bei 62,7. Das heißt: Rund 63 Menschen pro 100.000 Einwohner haben sich in den vergangenen sieben Tagen im Kreis Recklinghausen mit dem Virus infiziert, das sind laut Kreis 339 Neuinfektionen.

Keine neuen Regelungen – vorerst

Der KKRN-Klinikverbund (Katholisches Klinikum Ruhrgebiet Nord GmbH), zu dem auch das St.-Elisabeth-Krankenhaus in Dorsten zählt, hält an seiner „1-1-1-1“-Regel vorerst fest, „bis eine Rückmeldung der übergeordneten Behörden bezüglich einer neuen vereinheitlichten Besuchsregelung für Kliniken vorliegt“, wie es in einer Pressemitteilung heißt.

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Das bedeutet, dass einmal täglich ein Patient von einem Besucher für eine Stunde besucht werden darf. Die Besuchszeiten liegen zwischen 15 und 20 Uhr, ausgenommen sind Aufnahme- und Isolierstationen, für die weiterhin ein Besuchsverbot besteht. Wer Patienten besuchen will, muss im Vorfeld vom Patienten als Kontaktperson benannt worden sein.

Der Klinikverbund stehe in enger Rücksprache mit den öffentlichen Stellen und berufe regelmäßig Videokonferenzen unter Beteiligung des ärztlichen Dienstes, Pflegedienstes und anderer Berufsgruppe ein. Zum Klinikverbund gehören neben dem Dorstener Krankenhaus, das Halterner St.-Sixtus-Hospital, das Marler Marien-Hospital und das Hertener Gertrudis-Hospital.

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Mehr Anrufer wegen Corona

Auf Anfrage der Redaktion bestätigte Guido Bunten, kaufmännischer Betriebsleiter des St.-Elisabeth-Krankenhauses, dass sich das Anrufer-Aufkommen durch die neue Situation erhöht habe. Die beginnenden Herbstferien und die Einstufung als Risikogebiet fielen zeitlich zusammen, sodass Anrufer sich wegen möglicher Corona-Tests am Krankenhaus erkundigten.

Guido Bunten ist kaufmännischer Betriebsleiter des St.-Elisabeth-Krankenhauses. Er bestätigt, dass sich das Anrufer-Aufkommen wegen möglicher Corona-Test erhöht habe.

Guido Bunten ist kaufmännischer Betriebsleiter des St.-Elisabeth-Krankenhauses. Er bestätigt, dass sich das Anrufer-Aufkommen wegen möglicher Corona-Test erhöht habe. © G. Schmidt

Guido Bunten verweist für Testungen an andere Stellen: „Wer sich auf das Virus testen lassen möchte, weil am Urlaubsort ein negatives Testergebnis vorgelegt werden muss, findet eine Liste der Arztpraxen mit Testbereitschaft auf der KKRN-Homepage www.kkrn.de sowie auf der Seite der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe www.kvwl.de.“ Lange Warteschlangen hätten sich am Wochenende jedoch nicht vor dem Krankenhaus gebildet.

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Darüber hinaus weist Bunten darauf hin, dass Patienten mit Verdacht auf eine Corona-Infektion zuerst ihren Hausarzt telefonisch kontaktieren sollten.

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