Die Regeln, an die Kinder in der Schule sich halten müssen, sind klar. Weniger klar sind jedoch die Regeln, wer bei einem positiven Test eines Kindes alles in Quarantäne muss. (Symbolbild) © picture alliance/dpa
Meinung

Corona und Schule – Maßnahmenwirrwarr ist ein Armutszeugnis!

Nach wenigen Schultagen sitzen viele Dorstener Schüler bereits wieder in Quarantäne. Die Regelungen dahinter sind nicht nur chaotisch, sondern auch ein Armutszeugnis der Politik.

Das neue Schuljahr ist erst wenige Tage alt und schon schnellen nicht nur die Infektionszahlen bei Kindern und Jugendlichen im Kreis Recklinghausen in die Höhe, sondern auch die Zahlen von Dorstener Schülern und Lehrern in Quarantäne.

Für alle Beteiligten – Kinder, Lehrpersonal und Eltern – ist das eine Qual. Wieder werden die Kinder aus ihrem Lernumfeld gerissen, müssen auf den Kontakt zu ihren Freunden verzichten, müssen sich isolieren. Wieder sollen Lehrer das irgendwie kompensieren, laufen Gefahr, sich selber anzustecken und werden von vielen Seiten angefeindet.

Eltern müssen innerhalb kürzester Zeit ihren Alltag umorganisieren

Wieder müssen Eltern innerhalb weniger Stunden ihren kompletten Alltag umorganisieren, müssen Arbeit und Kinder in Quarantäne irgendwie unter einen Hut bringen und die Langeweile und den Frust ihrer Kinder auffangen.

Natürlich sollen die Kinder und Lehrer geschützt, soll das Infektionsgeschehen gebremst werden. Doch ob das intransparente Maßnahmenwirrwarr dabei wirklich hilft, ist fraglich. Anderthalb Jahre Pandemie liegen hinter uns und im System Schule herrscht immer noch in allen Bereichen Chaos, das Lehrer, Eltern und Schüler ausbaden müssen. Das ist ein Armutszeugnis für die Politik von Bund und Land. Eltern und Schulen sollten sich das in dieser Form nicht mehr bieten lassen!

Über die Autorin
Redaktion Dorsten
Ich bin gebürtige Dorstenerin, lebe und arbeite hier. Dorsten und vor allem die Menschen der Stadt liegen mir sehr am Herzen. Wichtig sind mir jedoch auch die Kirchhellener. Seit mehreren Jahren darf ich über den kleinen Ort berichten und fühle mich daher sehr mit dem Dorf verbunden. Menschen und ihre Geschichten, Bildung und Erziehung – das sind Themen, die mir wichtig sind. Und das liegt nicht nur daran, dass ich zweifache Mutter bin.
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