Britische Corona-Mutation in drei Städten im Kreis Recklinghausen nachgewiesen

Coronavirus

Drei Fälle der britischen Mutation des Coronavirus sind im Kreis Recklinghausen nachgewiesen worden. Diese Variante des Virus gilt als ansteckender. Die Infizierten sind in Quarantäne.

Dorsten

, 02.02.2021, 17:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
 Die britische Coronavirus-Mutante B.1.1.7 hat den Kreis Recklinghausen erreicht.

Die britische Coronavirus-Mutante B.1.1.7 hat den Kreis Recklinghausen erreicht. © dpa

Die britische Mutation des Coronavirus ist im Kreis Recklinghausen angekommen. Das Kreisgesundheitsamt bestätigte am Dienstag jeweils einen nachgewiesenen Fall in Haltern am See, Gladbeck und Recklinghausen. Einen Zusammenhang zwischen den Fällen schließt das Gesundheitsamt nach aktuellem Stand aus. Wie sich die betroffenen Personen angesteckt haben, ist unklar.

Festgestellt wurden die Fälle im Rahmen von Sequenzierungen und Typisierungen. Die Sequenzierung ist das aufwendigere der beiden Verfahren, weil dabei der komplette DNA-Strang auf alles untersucht wird, das vom „klassischen“ Coronavirus abweicht. „Sequenzierungen werden von den Laboren entsprechend der Vorgabe des Bundes bei fünf bis zehn Prozent aller Corona-Tests durchgeführt“, teilte die Kreisverwaltung mit.

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Typisierung bei allen Verdachtsfällen

Typisierungen hingegen ordnet das Kreisgesundheitsamt in allen Fällen an, in denen es einen Anfangsverdacht auf eine Virusvariante gibt, etwa bei infizierten Reiserückkehrern. Bei der Typisierung werden positive PCR-Tests gezielt auf die britische, brasilianische und südafrikanische Mutation untersucht.

Die britische Mutation des Virus gilt als ansteckender. Ersten Schätzungen zufolge soll sie bis zu 70 Prozent mehr Infektionen verursachen. Mittlerweile wird davon ausgegangen, dass bis zu 35 Prozent mehr Infektionen durch diese Variante möglich sind, was laut Experten aber immer noch ausreiche, die Eindämmung der Pandemie erheblich zu erschweren. Hinweise auf eine verringerte Wirksamkeit der Impfstoffe bei der Virusvariante gibt es laut Robert Koch-Institut bislang nicht.

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