Coronavirus: Erstklässler in Dorsten erleben speziellen Schulstart

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Das Coronavirus fordert Opfer: Dorstens 623 Erstklässler erleben am 13. August einen speziellen Schulstart. Ihr erster Schultag wird streng nach Plan und ohne großes Brimborium verlaufen.

Dorsten

, 03.08.2020, 16:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der erste Schultag ist immer etwas Besonderes. Ganz besonders, um nicht zu sagen sehr speziell, ist er im Corona-Jahr 2020. Denn die Dorstener Erstklässler müssen auf vieles verzichten, was bei ihren Vorgängern noch selbstverständlich war. So darf jedes Kinder nur zwei Angehörige mitbringen - bei früheren Einschulungen war es schon mal der komplette Familienkreis mit Eltern, Paten, Großeltern und Freunden, der sich vor den Schultoren und auf dem Schulhof versammelte. Das ist 2020 nicht möglich.

Jede Klasse wird zeitversetzt eingeschult

„Jede Klasse wird einzeln und zeitversetzt eingeschult“, sagt Ulrike Goliath, Leiterin der Grünen Schule, für die 75 Schulneulinge in Barkenberg. Der erste Schultag am 13. August (Donnerstag) beginne jeweils mit einem separaten Einschulungsgottesdienst in der St.-Barbara-Kirche. Von da aus laufen die Kinder in Begleitung von maximal zwei erwachsenen Personen und mit gebührendem Abstand zum Schulgelände.

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Die Corona-Choreografie für den Schulstart wird dann fortgesetzt: Die Kinder dürfen auf für sie vorgesehenen Sitzplätzen im Außengelände Platz nehmen, die Erwachsenen müssen dahinter stehen. „Dann werden sie einzeln aufgerufen und gehen in ihre Klassen“, so Ulrike Goliath. Ist die erste Klasse durch, ist die Parallelklasse nach ihrem Gottesdienst schon im Anmarsch.

Schulen starten mit Unterricht nach Plan

Ulrike Goliath weiß aus Schul-Mails aus dem Ministerium in Düsseldorf, dass Regelunterricht stattfinden soll. Viel mehr wusste sie am Montag aber noch nicht: „Es wird ja erst am Nachmittag bekanntgegeben, wie die Schulministerium sich den Schulstart vorstellt. Alles Weitere erfahren wir dann von unserer Schulaufsicht in Recklinghausen.“ Mit näheren Einzelheiten rechnet Ulrike Goliath frühestens am Mittwoch.

Ulrike Goliath ist Leiterin der Grünen Schule Barkenberg. Sie ist auch Sprecherin der Dorstener Grundschulen.

Ulrike Goliath ist Leiterin der Grünen Schule Barkenberg. Sie ist auch Sprecherin der Dorstener Grundschulen. © Guido Bludau


Auch die anderen Grundschulen in Dorsten versuchen, das Beste aus der Situation zu machen. Sehr umfassende Informationen gibt zum Beispiel die Augustaschule Eltern und Kindern über ihre Homepage zum ersten Schultag mit auf den Weg. Auch in Hervest wird zeitversetzt und nach strengem Reglement vorgegangen, um Menschenansammlungen zu vermeiden.

So heißt es unter anderem mit Verweis darauf, dass die Informationen ständig aktualisiert werden: „Aufgrund der geltenden Abstandsregelungen schulen wir jede Klasse einzeln ein. Jedes Kind darf zwei Begleitpersonen zur Einschulung mitbringen. Das ausgefüllte Personendatenblatt (wird nach vier Wochen vernichtet) wird kurz vor der Einschulungsfeier eingesammelt. Die Einschulung findet auf dem Hauptschulhof statt. Bei sehr schlechtem Wetter findet die kurze Feierlichkeit in der Turnhalle statt.“ Alle Grundschulen, die bereits Informationen ins Netz eingestellt haben, weisen zudem darauf hin, dass das Tragen von Mund-Nasen-Schutz Pflicht sei.

Abgesteckter Zeitplan auch in Lembeck

Die Don-Bosco-Schule in Lembeck geht ebenfalls nach einem abgesteckten Zeitplan vor. Die Kinder der 1a haben um 8 Uhr ihren Gottesdienst in der St.-Laurentius-Kirche, die Kinder der 1b um 10 Uhr. Die Schule bittet die Angehörigen herzlich darum, frühestens 15 Minuten vor der Einschulung da zu sein. Nach dem Gottesdienst sollen die Eltern ihre Kinder zur Schule bringen, dort werden sie von den Klassenlehrerinnen empfangen. In Lembeck sollen die Erstklässler nach 45 Minuten in ihren Klassen von ihren Eltern in Empfang genommen werden: „Bitte verlassen Sie zügig das Schulgelände“, lautet der Appell an die Beteiligten.

Nicht alle Dorstener Grundschulen haben ihre Homepage aktualisiert. Vielleicht warten sie ja auch erst die Anweisungen der Schulaufsicht ab, bevor sie die Eltern näher informieren.

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