Coronavirus: Gabenzäune sind in Dorsten unerwünscht

Coronavirus

In Großstädten haben Bürger „Gabenzäune“ eingerichtet, an die Beutel mit Lebensmittelspenden für Obdachlose und Bedürftige gehängt werden können. In Dosten soll es das nicht geben.

Dorsten

01.04.2020, 08:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Gabenzäune, hier ein Foto aus Hamburg, soll es in Dorsten nicht geben.

Gabenzäune, hier ein Foto aus Hamburg, soll es in Dorsten nicht geben. © picture alliance/dpa

Die Stadt argumentiert: Was in Großstädten sinnvoll erscheint und sicherlich eine gut gemeinte Hilfe darstellt, wird von der Stadt Dorsten bei aller Sympathie für mitmenschliche Zuwendung aus mehreren Gründen sehr problematisch gesehen:

  • Niemand kontrolliert, ob die Lebensmittel wirklich in Ordnung sind oder ob ihre Haltbarkeit nach einiger Zeit abgelaufen ist.
  • Werden die Spenden nicht in Anspruch genommen, verwandeln sie sich nach einiger Zeit schlicht in Abfall, der entsorgt werden muss.
  • Die Verteilung von Lebensmitteln ist zu sensibel, um sie einfach unkontrolliert in „wilder Öffentlichkeit“ stattfinden zu lassen.
  • Angesichts der Corona-Pandemie sollten auch hier die Hygieneregeln besonders ernst genommen werden. Es ist nicht erwünscht, dass sich aus einem solchen Gabenzaun ein „Treffpunkt“ entwickelt.

Jetzt lesen
Wer Bedürftige unterstützten möchte, kann dies gleichwohl auf eine ganz einfache Art tun: Die bekannte Anlaufstelle der Wohnungslosenhilfe der Diakonie an der Borkener Straße 37, Tel. (02362) 69718, nimmt Lebensmittelspenden gerne entgegen und verteilt diese.

Lesen Sie jetzt