Corona-Fall an Sekundarschule: 43 Lehrer getestet - wie geht‘s weiter?

hzCoronavirus in Dorsten

An der Neuen Schule in Dorsten hat es im Lehrerkollegium einen Corona-Fall gegeben. Am Mittwoch mussten 43 Lehrer der Schule zum Test. Und so geht es jetzt weiter.

Dorsten, Holsterhausen

, 12.08.2020, 12:10 Uhr / Lesedauer: 2 min

Sabrina Clausen-Müller hielt am Mittwoch die Stellung in der Neuen Schule Dorsten. Eine Lehrerin der Schule war am Dienstag positiv auf Corona getestet worden. Das hatte Folgen für die ganze Schule. „Sie können sich nicht vorstellen, was hier los ist“, sagte Sabrina Clausen-Müller. Das Telefon klingele unaufhörlich. Die Schule prüft gerade, so Leiterin Susanne Bender, mit wie vielen Lehrpersonen sie am Donnerstag oder Freitag an den Start gehen kann. „Aktuelle Infos stellen wir auf unserer Homepage ein“, sagte Susanne Bender.

Jetzt lesen

„Ein bis drei Tage dauert es, bis die Testergebnisse aller Kontaktpersonen vorliegen“, sagte Kreissprecher Jochem Manz auf Nachfrage. 43 seien von der betroffenen Lehrerin benannt worden. Die Lehrerin befinde sich in Quarantäne. Der Verlauf ihrer Covid-19-Erkrankung: „Symptomlos“, wie Jochem Manz sagte. Die Pädagogin habe sich freiwillig vor Schuljahresbeginn, so wie es empfohlen worden ist, testen lassen. Mit bekanntem Ergebnis.

Einige Lehrerkonferenzen, Begegnungen auf Abstand

Da einige Lehrerkonferenzen in Vorbereitung des neuen Schuljahres für jetzt 16 Klassen an der Neuen Schule stattgefunden haben, wurden alle Pädagogen am Mittwoch vom Kreisgesundheitsamt zum Test gebeten. „Das Deutsche Rote Kreuz wird die Abstriche vornehmen“, so Jochem Manz.

Die Lehrerkonferenzen hätten unter Einhaltung der Corona-Schutzbedingungen stattgefunden. Wo die Frau sich angesteckt habe, das wisse man nicht. „Im Urlaub kann sie nicht gewesen sein, da sie ja an den Konferenzen teilgenommen hat.“ Trotz des Corona-Falls fährt das Kreisgesundheitsamt den Schutzschild nicht übermäßig hoch: „Aus unserer Sicht gibt es keinen Grund, den Schulstart zu verschieben“, sagte Jochem Manz.

Kollegium entwirft Konzept für Schulstart am Montag

Schulleiterin Susanne Bender hat das am Dienstag aber verfügt, „da eine verantwortungsvolle Aufnahme des Schulbetriebes unter diesen Umständen nicht gewährleistet werden kann“, hieß es. Das Lehrpersonal entwirft gerade Konzepte, um den Schulstart am Montag (17. August) zu gewährleisten.

Jetzt lesen

In der benachbarten Erich-Klausener-Schule war die Lage trotz des Corona-Falls in der Sekundarschule, mit der sich die Realschule das Gebäude teilt, entspannt. Schulleiter Rainer Kuntze sagte auf Nachfrage, dass Susanne Bender ihn am Dienstag informiert habe. „Wir haben sofort das Gesundheitsamt angerufen.“ Es habe grünes Licht zum Schulstart gegeben.

Gespenstische Stille bei den Nachbarn

So traten am Mittwoch um 8 Uhr die 205 Realschüler wieder zum Unterricht an, während es in den Nachbarräumen der Sekundarschule gespenstisch still blieb. Bis auf Sabrina Clausen-Müller, die die Stellung hielt. Auch sie hat sich testen lassen. Ihr Ergebnis: negativ.

Lesen Sie jetzt