Klopapier, Seife, Mehl: Entspannung in Dorstens Supermärkten?

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Hamsterkäufe und leere Regale haben die ersten Wochen der Coronakrise bestimmt. Inzwischen ist die Nachfrage bei bestimmten Gütern zurückgegangen. Vereinzelt gibt es aber noch Engpässe.

Dorsten

, 03.05.2020, 18:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

In den ersten Wochen der Coronakrise haben die Menschen auch in Dorsten gehamstert, was das Zeug hält. Toilettenpapier ist in dieser Zeit zu einer Art Symbol für die Krise geworden. Inzwischen hat sich die Lage entspannt. Das lässt sich nicht nur in den Supermarkt-Regalen beobachten, sondern wird vom Statistischen Bundesamt auch mit Daten belegt.

Demnach lagen die Verkaufszahlen für ausgewählte Hygieneartikel und Lebensmittel in der 16. Kalenderwoche (13. bis 19. April) deutlich unter den Zahlen der Wochen zuvor - etwa bei Toilettenpapier, Reis und Backwaren. Die rückläufigen Verkaufszahlen führt die Behörde auf mehrere Ursachen zurück: „Zum einen dürfte das Angebot in bestimmten Warensegmenten kurzzeitig fehlen, zum anderen könnte eine Sättigung des Bedarfs einsetzen.“

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Christian Kornhof, Geschäftsführer des Rewe-Marktes an der Händelstraße, bestätigt eine Entspannung der Versorgungslage: „Wir kriegen aktuell alles - vielleicht nicht immer direkt in der gewünschten Stückzahl, aber wir kriegen alles geliefert.“

Toilettenpapier habe man „pallettenweise da“, so Kornhof. Auch Desinfektionsmittel gebe es genug. Knapp werden könnte es manchmal noch bei Seife. Auch Reis, Tomatenmark und Dosentomaten stehen noch nicht durchgehend in gewohntem Umfang im Regal, einzelne Sorten und Hersteller sind manchmal noch vergriffen.

Auch bei Rewe Kornhof an der Händelstraße sind die Regale wieder deutlich besser gefüllt.

Auch bei Rewe Kornhof an der Händelstraße sind die Regale wieder deutlich besser gefüllt. © Claudia Engel (Archiv)

Trockenhefe sei ebenfalls weiterhin stark nachgefragt, sagt Kornhof: „Da haben wir einmal eine größere Lieferung bekommen, die bis Mittag gehalten hat.“ Man habe sich zwar bei anderen Firmen im Trockenhefe-Segment bedienen können, aber die Nachfrage sei teilweise noch größer als das Angebot. „Da haben wir keinen Einfluss drauf. Ich weiß nicht, ob ein Rohstoffmangel besteht oder die Produktion nicht hinterher kommt.“ Hamsterkäufe seien aber merklich zurückgegangen.

Auch Ralf Honsel berichtet für seine Märkte von einer deutlichen Entspannung, „auch wenn noch Einzelartikel nicht lieferbar sind“. Toilettenpapier gebe es in mehreren Sorten, wenn auch nicht in allen gewohnten Variationen. „So sieht es auch bei den anderen Warengruppen aus. Selbst Hefewürfel werden wieder geliefert, wenn auch nicht in den Mengen wie gewünscht, aber auch hier haben wir Einzellieferanten, sodass wir immer Hefe da haben.“

Im Vergleich zum Vorjahr mache man „immer noch deutlich stärkere Umsätze“, so Honsel. „Sicher liegt es auch daran, dass niemand im Urlaub ist und die Gaststätten noch zu haben.“ Hamsterkäufe beobachtet Honsel gar nicht mehr. „Ich habe das Gefühl, die Verbraucher haben wieder Vertrauen in die Versorgung gefunden.“

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