Nachbarschaftshilfe

Coronavirus: Nachbarschaftshilfe in Wulfen überlebt Pandemie

Die Wulfener Nachbarschaftshilfe lebt trotz Corona weiter. Wenn auch unter anderen Vorzeichen. Wer sich nach einem Gespräch sehnt, sollte einen Anruf nicht scheuen.
„Wir schenken Menschen Zeit": Die Vertreter der Nachbarschaftshilfe Wulfen und Barkenberg bei der Feier des zehnjährigen Bestehens (noch vor Corona): Günter Schönborn, Hafida Elallali, Gisbert Droste, Kriemhild Schönborn, Werner Block und Hans-Udo Schneider (v.l.). © Claudia Engel (A)

Vieles hat sich seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie geändert. Insbesondere der Umgang im zwischenmenschlichen Bereich. Die Nachbarschaftshilfe Wulfen-Barkenberg lässt die ehrenamtliche Arbeit nicht ruhen. Sie findet aber unter anderen Vorzeichen als früher statt: „Wir telefonieren miteinander oder halten Kontakt über Zoom“, sagt Dr. Hans-Udo Schneider.

Schneider und seine Mitstreiter, es sind etwa zehn Personen, kommen mithilfe von Computerprogrammen zusammen. So wie viele Berufstätige oder Familien auch. Aber nicht jeder, der Sehnsucht nach einem guten Gespräch hat, um der Isolation zu entrinnen, hat die notwendigen digitalen Grundkenntnisse. Zumal die Nachbarschaftshilfe Wulfen zahlreiche ältere Menschen betreut.

Die rettende Idee: „Wir bieten Telefonkontakte an“, so Schneider. Natürlich sei es nicht so leicht, die Hürde zu überwinden, indem man einfach jemanden anruft, den man noch nicht kennt. „Wir haben aber die Erfahrung gemacht, dass, wenn die ersten Hemmschwellen überwunden sind, sich Vertrauen entwickelt. Nach dem Dammbruch läuft das dann super“, ist Schneider überzeugt.

Und er sagt auch, dass die Kontakte auch bei einer Normalisierung der Rahmenbedingungen beibehalten werden sollen. Für eine erste Kontaktaufnahme wenden sich Interessenten an Tel. (02369) 2 41 38 (Hans-Udo Schneider).

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