Darum macht Dorstens Bürgermeister Plakat-Werbung für Apotheken

hzApotheken-Kampagne

Dorstens Bürgermeister Tobias Stockhoff beteiligt sich an einer bundesweiten Apotheken-Kampagne. Gute Idee, findet eine Apothekerin der Innenstadt, die von dem Plakat aber überrascht wurde.

Dorsten

, 10.10.2019, 04:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das kleine Plakat bekam Anke Murlat am Dienstag per Post. „Vor Ort steht für persönlich - das muss auch so bleiben“, ist darauf zu lesen. Und es wurde Dorstens Bürgermeister Tobias Stockhoff (CDU) in den Mund gelegt, der mit verschränkten Armen vor dem Rathaus steht.

„Ich wusste von der Aktion nichts“, bestätigte die Inhaberin der Alte Markt-Apotheke in der Essener Straße. „Aber ich finde sie gut. Und weil ich an der Eingangstür noch einen Platz frei hatte, habe ich das Plakat dort aufgehangen.“

Darum macht Dorstens Bürgermeister Plakat-Werbung für Apotheken

Anke Murlat war überrascht von der Plakat-Aktion mit dem Konterfei des Dorstener Bürgermeisters. © Robert Wojtasik


„Einfach unverzichtbar“
hat die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) ihre Kampagne genannt. Sie möchte auf die wichtigen Leistungen der Vor-Ort-Apotheken aufmerksam machen - aus Sicht der Kunden, der Apotheken - und auch die Bürgermeister von mehr als 100 Städten und Gemeinden, die inzwischen mitmachen.

„Ich bin von einem Apotheker aus Dorsten angesprochen worden“, erklärt Tobias Stockhoff die Plakatwerbung. „Wie beispielsweise für die Amtskollegin aus Waltrop oder die Amtskollegen aus Datteln oder Reken war für mich schnell klar, dass ich diese Kampagne unterstützen werde.“

„Ich möchte mir Lembeck, Rhade oder Wulfen nicht ohne Apotheke vorstellen.“
Tobias Stockhoff

Und so kam es, dass ein PR-Team Ende März den Bürgermeister in einer Mittagspause im Rathaus besucht hat, Fotoaufnahmen vor der Tür gemacht und das Motiv und das Zitat später mit ihm abgestimmt hat. „Wir stellen fest, dass uns immer mehr Mediziner in den dörflichen Strukturen bzw. kleineren Stadtteilen fehlen. Gleiches kann man in bestimmten Landstrichen Deutschlands inzwischen auch bei Apotheken feststellen“, sagt Stockhoff.

Der Bürgermeister möchte sich nach eigenen Worten „Lembeck, Rhade oder Wulfen nicht ohne Apotheke vorstellen“. Er hält auch eine wohnortnahe Apothekenstruktur in urbaneren Stadtteilen wie der Feldmark oder Holsterhausen für unverzichtbar.

„Es geht auch um Beratung und Vertrauen“

„Mal eben mit dem Rad oder zu Fuß zur Apotheke - das zu sichern, sollte auch in Zukunft Ziel der Politik auf allen Ebenen sein“, meint Dorstens Bürgermeister. „Ich kaufe dort weit mehr als irgendein Produkt. Hier geht es um gute Beratung und Vertrauen, um die individuelle Gesundheit.“

Apothekerin Anke Murlat gefällt diese Einschätzung. Sie hofft, dass viele Kolleginnen und Kollegen in Dorsten, so sie denn auch Mitglied im Bundesverband sind, ihrem Beispiel folgen.

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