Das ist der neue Manager der Mercaden - und so soll die Vermietung einfacher werden

hzMercaden Dorsten

Die Mercaden haben einen neuen Centermanager. Die „spannende Aufgabe“ geht der Frontmann mit viel Optimismus an. Aber auch hinter den Kulissen ist einiges in Bewegung.

Dorsten

, 10.07.2019, 04:35 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bernard Banning, Sven Schneider, Tobias Agthe - Andreas Messer (51) ist bereits der vierte Centermanager seit der Eröffnung der Mercaden im März 2016. Der neue Mann hat sich allerdings auf einen längeren Verbleib eingestellt.

„Ich habe bereits eine Wohnung in Dorsten und möchte möglichst schnell Kontakt zur Stadt und zu den Menschen haben“, sagt er. Andreas Messer wohnt nicht weit von seinem Arbeitsplatz entfernt und geht jeden Morgen und jeden Abend durch die „schöne, kompakte Altstadt“.

„Ich möchte möglichst schnell Kontakt zur Stadt und zu den Menschen haben.“
Andreas Messer

Der neue Mercaden-Manager hat viele Jahre in unterschiedlichen Führungspositionen bei Galeria Kaufhof in Hamburg und Hannover gearbeitet. In Dorsten steigt der Einzelhandels-Fachmann „in einen laufenden Prozess“ ein. Das Konzept, die Mercaden auf Kurs zu bringen, hält Andreas Messer für schlüssig. Er selbst versteht sich als „Bindeglied zwischen Händlern und Kunden, als Motivator und Organisator“.

Natürlich ging es in vielen Gesprächen in den letzten Tagen um die sogenannte„Repositionierung“ des kriselnden Einkaufszentrums am Westwall. Der millionenschwere Umbau soll in Kürze starten, bestätigte Bereichsleiterin Andrea Hegenbarth. Das Marketing-Konzept während der Bauphase stehe im Wesentlichen, parallel laufen die Gespräche mit potenziellen neuen Mietern auf Hochtouren. „Aber die Interessenten wollen natürlich auch sehen, dass etwas passiert.“

Das ist der neue Manager der Mercaden - und so soll die Vermietung einfacher werden

Heller und moderner sollen sich die Mercaden nach dem Umbau präsentieren. © Koprian IQ

Mehr Freiheit bei der Vermietung

Die Koprian IQ, die Anfang 2018 das Centermanagement der Mercaden übernommen hat, drängt offenbar darauf, die Verkaufsflächenobergrenzen neu zu definieren, um mehr Freiheit bei der Vermietung zu bekommen. Damit befasste sich am Dienstag die Ratskommission für Stadtentwicklung hinter verschlossenen Türen.

Hegenbarth erklärt: „Wir dürften in den Mercaden ein Geschäft für Reitzubehör eröffnen, aber so ein Fachgeschäft würde niemals in eine Innenstadt gehen.“ Für manch andere Branchen gebe es wegen der sogenannten Innenstadtverträglichkeit hingegen Beschränkungen. „Wenn aber in der Altstadt aus dem Juwelier Kohle ein Brillenfachgeschäft wird, geht das problemlos.“

„Wir sind Bestandteil der Innenstadt“

Die Mercaden-Führung, die die Gesamtfläche nicht verändern will, drängt bei der örtlichen Politik offenbar darauf, das oft kritisierte Einkaufszentrum als „Bestandteil der Innenstadt“ zu verstehen und nicht als Konkurrenz. „Wenn wir attraktive Geschäfte in die Mercaden bekommen, stärkt das auch die Dorstener Altstadt“, glaubt Hegenbarth. Die Satzung über die Sortimente in den Mercaden sei vor Baubeginn festgelegt worden und „nicht mehr aktuell“.

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