Die Mercaden laden zum Einkaufen ein

Eindrücke vom ersten Öffnungstag

Um Punkt 9 Uhr durchschnitten Bürgermeister Tobias Stockhoff, Herbert Krämer (HKM Marketing AG) und Centermanager Bernard Banning am Donnerstag (3.3.) das pinkfarbene Band am Haupteingang der Dorstener Mercaden. Sofort strömten die ersten Kunden ins Einkaufszentrum. Reporterin Jennifer Riediger war dabei.

Dorsten

, 03.03.2016, 14:29 Uhr / Lesedauer: 2 min
Bürgermeister Tobias Stockhoff, HKM-Chef Herbert Krämer und Centermanager Bernard Banning eröffneten mit dem Durchschneiden des pinkfarbenen Bandes die Mercaden.

Bürgermeister Tobias Stockhoff, HKM-Chef Herbert Krämer und Centermanager Bernard Banning eröffneten mit dem Durchschneiden des pinkfarbenen Bandes die Mercaden.

Die letzten Preisschilder werden noch gerichtet, die Schaufenster von den Fingerabdrücken und der pinke Teppich von den Fuseln befreit. Um kurz vor 9 Uhr wartet kein Mitarbeiter gelassen darauf, dass die Kunden endlich ihr neues Einkaufscenter, die Mercaden, stürmen. Fleißig wird bis zur letzten Sekunde geputzt. Nichts soll den ersten Eindruck der mehr als 100 Besucher trüben, die schon neugierig vor dem Haupteingang warten.

"Sensation für Dorsten"

Monika Kehr und ihre Tochter sind zwei von ihnen, die sich die Eröffnung nicht entgehen lassen wollen. „Das ist eine Sensation für Dorsten“, findet Monika Kehr. „Jetzt muss man nicht mehr in andere Städte fahren, wenn man in ein großes Einkaufszentrum möchte“, sagt ihre Tochter Claudia. Ganz im Gegenteil: Einige Besucher aus den Nachbarstädten sind heute schon nach Dorsten gekommen. „Wir sind neugierig, was uns erwartet. Hoffen aber, dass es besser ist als das Angebot im Marler Stern“, sagt Isabell Schächtele.

Der erste Eindruck von ihr und ihrer Tochter ist schon einmal positiv. „Die Parkplätze sind groß und hell. Das ist wichtig, vor allem für uns Frauen.“ Die Marlerinnen glauben, dass die Verknüpfung zwischen Altstadt und dem neuen Center gut funktionieren wird.  „Beides liegt ja schön nah beieinander.“

Gute Ergänzung zur Innenstadt

Dass sich die in der Innenstadt und im Center angesiedelten Geschäfte gut ergänzen, darauf setzt auch Bürgermeister Tobias Stockhoff. „Das Center und die Innenstadt sollen sich gegenseitig beleben und befruchten“, sagt er in seiner Eröffnungsrede, die er extra ganz kurz hält, damit die ersten Besucher endlich shoppen können. Auch er selbst möchte sich gerne schnell einen Eindruck verschaffen. „Das ist ja jetzt doch anders als beim VIP-Empfang. Jetzt sind alle Geschäfte offen und das Center ist endlich belebt“, sagt er und macht sich auf zum Frühstück in den Mercaden. Für viele Besucher führt der erste Weg ebenfalls zu Kaffee und Brötchen. 

Eine Möglichkeit für ein gutes Frühstück bietet die Bäckerei Kleinespel und Imping direkt am Eingang. Viele Kunden werfen nicht nur einen interessierten Blick in die Auslage, sondern auch auf das große Gemälde, das im hinteren Teil des Ladens hängt. Es zeigt den Marktplatz vor dem Ersten Weltkrieg. „Wir haben lange nach einem schönen Bild gesucht und sind dann auf dieses gestoßen“, erklärt Herrmann Imping. Das Original gehört einem Bewohner im Lippetal.

Vergrößert können jetzt Besucher des Cafés ihre Freude daran haben. Zusätzlich sorgt es für eine schöne Atmosphäre, denn es ist auf eine lärmdämmende Wand gezogen. Das Bild im Rücken, sitzt Andree Gramadtke mit seinen Geschwistern und genießt seinen Kaffee: „Das ganze Center ist für Dorsten eine Bereicherung“, sagt der gebürtige Dorstener, der sich noch gut an den „Schandfleck“, das verfallene Lippetor-Center, erinnert. Auch deswegen kann er die Kritiker nicht recht verstehen. „Es ist doch erst einmal gut, dass ein Investor hier in Dorsten so etwas baut“, findet er. Jetzt sei es wichtig, dass die Mercaden langfristig gut angenommen werden. „Der erste Eindruck ist aber schon einmal gut.“

Glücksrad und Rabattgutscheine

Diesen Eindruck teilen viele Menschen, die in den ersten Stunden durch das Shoppingcenter bummeln. Sie lassen sich locken von den vielen Aktionen, die die Geschäfte sich für die Eröffnung ausgedacht haben. Drehen am Glücksrad beim Drogisten Müller, lösen Rabattgutscheine bei s.Oliver ein. Vom Baulärm, der durch manches Fenster dringt, lassen sie sich nicht stören. Gemächlich laufen die Kunden durch die Gänge, tragen schon Geschenke für Ostern nach Hause. „Es hat sich gelohnt, heute hier herzukommen“, sagt Monika Kehr nach ihrem Rundgang durch die neuen Mercaden.

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