Nie mehr Kleingeld: Die neuen Park-Apps für Dorsten im Vergleich

hzParken in Dorsten

Seit wenigen Wochen können Autofahrer in Dorsten ihre Parkgebühren auch per Smartphone bezahlen. Verschiedene Apps ersparen die Suche nach dem Kleingeld - ein Vergleich.

Dorsten

, 28.01.2020, 04:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das hat wohl jeder Autofahrer schon erlebt: Mit Glück noch einen kostenpflichtigen Parkplatz ergattert, aber wenn man am Automaten die Parkgebühren bezahlen möchte, fehlt das passende Kleingeld. Seit einigen Wochen können die Gebühren in Dorsten aber auch mit dem Smartphone bezahlt werden.

Ein Aufkleber an den Automaten, die weiterhin auch Münzen schlucken, verrät, mit welchen Handypark-Systemen die Stadt kooperiert. App nach Wahl herunterladen, ein paar Daten und das Autokennzeichen hinterlegen - fertig.

Nie mehr Kleingeld: Die neuen Park-Apps für Dorsten im Vergleich

Christian Groote vom Dorstener Bauhof und seine Kollegen haben vor Weihnachten die Hinweis-Aufkleber zum Handyparken an den Parkautomaten angebracht. © Stadt Dorsten

„Parkgebühren werden bei allen Anbietern in den gleichen Zeitabschnitten abgerechnet, die auch bei der Bezahlung eines Parkscheins gelten“, sagt die Stadt Dorsten. Trotzdem gibt es zum Teil deutliche Unterschiede:

EasyPark: Die App ist nach Angaben des Unternehmens in über 1000 Städten verfügbar. Für die Registrierung muss eine Handynummer sowie das Autokennzeichen angegeben werden. Bezahlt werden kann mit Kreditkarte und Lastschrift. Über das „P“-Symbol in der App kann ein Parkvorgang gestartet werden. Die Parkdauer wird vorab individuell bestimmt. Nach Bedarf kann die Parkzeit gestoppt oder verlängert werden.

Für jeden begonnen Parkvorgang erhebt die App eine Servicegebühr in Höhe von 49 Cent. Das bedeutet: Für die erste angefangene Stunde verlangt die Stadt Dorsten 50 Cent, mit der App werden also 99 Cent fällig.

ParkNow: Auch diese App ist weit verbreitet, das verrät eine Übersicht. Hier fallen einmalig 25 Cent Gebühren an. Neben einer Mobilfunknummer muss eine E-Mail-Adresse im Konto hinterlegt werden. In der App sind alle kostenpflichtigen Parkzonen auf einer Karte farblich gekennzeichnet. Die Zahlung kann per Lastschrift, Kreditkarte oder Paypal erfolgen.

Nie mehr Kleingeld: Die neuen Park-Apps für Dorsten im Vergleich

In der ParkNow-App sind die Farbzonen gekennzeichnet. GPS muss am Smartphone eingeschaltet sein. © Stefan Diebäcker

In manchen deutschen Städten benötigen Autofahrer für das Parken am Straßenrand mit „ParkNow“ eine Kennzeichnung mittels gut sichtbarer Notiz oder Parkplakette. Dorsten gehört nicht dazu.

Park and joy: Pro Parkvorgang fallen 19 Cent Gebühr an. Für die Registrierung müssen Kennzeichen, Mobilfunknummer sowie das gewünschte Bezahlverfahren angegeben werden. Die App ist in über 100 deutschen Städten verfügbar.

MoBilet: Es gibt keine Kartenansicht in der App, sodass die sechsstellige Parkzone, die auf dem Parkautomaten steht, manuell ausgewählt werden muss. Außerdem muss vorab Guthaben in der App aufgeladen werden. Die Servicegebühr hingegen beträgt pro Parkvorgang nur 10 Cent.

Yellowbrick: Hier müssen die meisten Daten eingegeben werden. Um bargeldlos bezahlen zu können, muss zum Beispiel auch die Anschrift hinterlegt werden. Gebühr: zwischen 15 und 50 Cent.

Was machen die Politessen in Dorsten?

Die Stadt Dorsten hat bereits vor Einführung von „smartparking“ auf alle Erfassungsgeräte des Kommunalen Ordnungsdienstes eine entsprechende Software-Erweiterung aufspielen lassen, die sofort nach dem Einscannen des Kfz-Kennzeichens anzeigt, dass ein Ticket über dieses System gelöst wurde und für welchen Zeitraum es gelöst wurde.

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