Die richtige Nummer im Notfall

Dorsten und Umgebung

Wann bin ich ein medizinischer Notfall, wann nicht? An wen soll ich mich wenden, wenn ich die Grippe oder Zahnschmerzen habe? Die Notaufnahme passt nicht auf jeden Fall wie die Faust aufs Auge.

Dorsten

22.12.2017, 16:49 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die richtige Nummer im Notfall

Der Schädel dröhnt, die Nase läuft: Wo bekomme ich Hilfe an Weihnachten? © Foto: dpa / Maurizio Gambarini

Wer am ersten Weihnachtsfeiertag noch schnell Kopfschmerztabletten aus der Apotheke um die Ecke holen möchte, steht wahrscheinlich vor verschlossenen Türen, denn viele Apotheken haben auch in Dorsten und Umgebung während der Feiertage geschlossen. Kopf- und Gliederschmerzen sind kein Grund, sich in die Notaufnahme des Krankenhauses zu begeben. Zum medizinischen und Apothekennotfalldienst einige Fragen und Antworten.

Welche Apotheke in der Nähe hat wann geöffnet?

Das kann man über die Kurzwahl 22 8 33 (vom Handy, 69 Cent/Min) oder der kostenlosen Rufnummer (0800) 00 22 8 33 (vom Festnetz) erfahren. Alternativ können Hilfesuchende eine SMS mit dem Inhalt „apo“ an die 22 8 33 senden (69 Cent/SMS). Nachdem die Anrufer der Ortung und Lokalisierung ihres Standortes zugestimmt haben, erhalten Sie eine SMS mit allen Informationen zur nächstgelegenen, geöffneten Apotheke.

Wie lauten die Empfehlungen für die Hausapotheke, um an den Feiertagen für den Krankheitsfall gewappnet zu sein?

Insbesondere Familien sollten die Hausapotheke vor den Feiertagen auffüllen, um bei Bedarf mit Pflaster, Schmerztabletten oder Fieberzäpfchen versorgt zu sein.

Was tun, wenn Pflaster und Schmerztabletten nicht mehr helfen: Bereitschaftsdienst oder Notaufnahme?

Grundsätzlich gilt: Bei nicht lebensbedrohlichen Krankheiten, mit denen man normalerweise auch zum Hausarzt gehen würde, sollte man sich während der Feiertage an den ärztlichen Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigungen wenden. Ein Gutachten, das 2016 im Auftrag des Verbands der Ersatzkassen (vdek) erstellt wurde, kommt zu dem Schluss, dass jährlich bis zu 25 Millionen Menschen in den Notaufnahmen der Krankenhäuser behandelt werden. Ein Drittel dieser Patienten könnte nach Aussagen von Fachgesellschaften bedenkenlos zu einem niedergelassenen Arzt gehen.

Warum werden die ärztlichen Notfallpraxen kaum gefragt?

Alternative Hilfsangebote wie Notfallpraxen oder der fahrende Notfalldienst der kassenärztlichen Vereinigung sind relativ unbekannt. Unter der bundesweit kostenfreien Rufnummer 116 117 erfahren Patienten, wo sie die nächstgelegene kassenärztliche Bereitschaftspraxis, manchmal auch als Notfallpraxis bezeichnet, finden.

Während der Öffnungszeiten können diese Praxen ohne vorherige Anmeldung aufgesucht werden.

Was tun bei akut auftretenden Zahnschmerzen?

Bei Zahnschmerzen steht der Zahnärztliche Bereitschaftsdienst in der Region zur Verfügung. Welcher das ist, erfahren Patienten auf den Seiten der Kassenzahnärztlichen Vereinigungen www.kzbv.de.

Wann bin ich ein medizinischer Notfall?

Das sind lebensbedrohliche Situationen, etwa nach einem Verkehrsunfall, schweren Verbrennungen oder Störungen des Atmungssystems oder starke Herzbeschwerden.

In solchen Fällen sollte umgehend die Rufnummer des Rettungsdienstes 112 gewählt werden. Er ist an jedem Tag rund um die Uhr erreichbar.patientenberatung.de

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