Die Theatergruppe „Chamäleon“ begeistert mit der Komödie „Perlenhochzeit“

Theater

Herzerfrischend unterhielt die Theatergruppe „Chamäleon“ ihr Publikum in der Aula der Ursula-Realschule am Samstagabend. Die „Perlenhochzeit“ von Rolf Bechtel sorgte für viele Verwirrungen.

Dorsten

, 10.12.2018, 08:20 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Theatergruppe „Chamäleon“ begeistert mit der Komödie „Perlenhochzeit“

Viele Turbulenzen brachten die Akteure ins Schwitzen. © Ralf Pieper

Zum Inhalt: Das Ehepaar Heinrich (Jochen Kozlowski) und Evi Sandmann (Monika Wansing) kehrt mit einem früheren Flug als vorgesehen aus den Ferien zurück. Ab nach Hause, Koffer abstellen und erst mal etwas essen gehen. Auf dem Weg nach draußen sehen sie, wie die Schwiegertochter Rosemarie (Dagmar Schulz-Wordell) eintrifft. Da Evi sie nicht ausstehen kann setzt sie durch, sich erst mal zu verstecken, nicht zuletzt in der Annahme, Rosi werde gleich wieder gehen.

Die Theatergruppe „Chamäleon“ begeistert mit der Komödie „Perlenhochzeit“

Erich plaudert Geheimnisse über Heinrich aus. © Ralf Pieper

Weit gefehlt! Weitere Familienmitglieder treffen ein und beginnen mit den Vorbereitungen für eine Überraschungsfeier - die Perlenhochzeit von Evi und Heinrich. Was für eine Blamage, wenn die beiden im eigenen Wohnzimmer hinter Möbeln oder Vorhängen „untergetaucht“ gefunden würden. Aber alle Fluchtversuche misslingen. Für die Jubilare gibt es nichts zu jubilieren.

Schlimmer noch ist aber, was sie so zu hören bekommen - über ihre „braven“ Kinder Hans (Wolfgang Schulz-Wordell) und Markus (Franz Schlüter). Hans kommt zusammen mit seiner reizvollen Chefin (Marina Drexler) herein und Markus kann die Augen nicht von der Nichte (Claudia Nolte) der Nachbarin (Renate Jakobuß) lassen.

Der zu den Vorbereitungen eingeladene Freund Erich Bierhoff (Horst Simon) erzählt Sohn Markus von Heinis angeblicher Vorliebe für halbseidene Damen: „Immer auf der Pirsch, der Hirsch. Er wird auch Tabasco-Heini genannt, weil er immer scharf ist.“ Anscheinend haben der scharfe Heini und seine schwangere Sekretärin (Kathrin Gille) auch noch ein Geheimnis - oder doch nicht?

Irrwitzes Versteckspiel begeistert die Zuschauer

Ein irrwitziges Versteckspiel begeisterte die Gäste am Samstagabend. Das Publikum wollte mit Applaus und begeisterten Rufen gar nicht bis zum Ende warten und würdigte viele Szenen entsprechend – von solchen Publikumsreaktionen träumt so manches Profitheater. Ein köstliches Katz- und Maus-Spiel voller Situationskomik und schlagfertigem Witz ließ die Zeit wie im Flug vergehen.

„Ich habe Tränen gelacht“, sagt Silke Gewert. „Die Sprüche muss ich mir merken – die kann man bestimmt noch mal gebrauchen.“ Alois Pieper: „Die Theatergruppe Chamäleon hat heute ein Heimspiel. Selbst Versprecher werden mit Applaus bedacht – eine tolle Atmosphäre.“

Das viele Chaos und die schnellen Szenen erforderten ein gutes Timing und verlangten der Laien-Theatergruppe Chamäleon einiges ab. Aber gemeinsam mit einem bestens aufgelegten Publikum wurde jede Hürde gemeistert. Die turbulente Komödie hielt die Zuschauer bis zur letzten Minute in Atem.

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