Schulumfrage

Digitaler Unterricht: Auch die Lehrerfortbildung musste erst digitalisiert werden

Beim Thema Lehrerfortbildung stand die Bezirksregierung Münster vor den gleichen Problem wie die Schulen: Ein analoges Angebot musste plötzlich ins Digitale übertragen werden.
Laut Bezirksregierung gibt es inzwischen einige digitale Angebote zur Fortbildung für Lehrer, unter anderem zum Distanzunterricht. (Symbolbild) © dpa

Viele Lehrer fühlen sich beim digitalen Unterricht allein gelassen. Mehr als die Hälfte der Lehrkräfte aus Dorsten, die sich an unserer Schulumfrage beteiligt haben, gab an, sich alles für den digitalen Unterricht selbst beigebracht zu haben.

Die Stadt Dorsten als Schulträgerin verweist bei der Frage nach Fortbildungen für Lehrkräfte auf die Bezirksregierung Münster. Von der Behörde heißt es auf Nachfrage, dass es Angebote gebe, wenngleich man genauso mit Pandemie-bedingten Problemen zu kämpfen hatte wie die Schulen.

„Ähnlich wie die Schulen stand auch die Lehrerfort- und weiterbildung bei der Bezirksregierung Münster vor der großen Herausforderung, ein bestehendes Angebot in Distanzformate zu transferieren“, teilte die Bezirksregierung Münster mit. Inzwischen stehe den Lehrkräften ein „umfängliches und online zugängliches Fortbildungsangebot zur Verfügung.“

Im Zeitraum von November bis Dezember 2020 habe man beispielsweise 20 Online-Fortbildungen zu „Logineo NRW LMS“ angeboten. Das landeseigene digitale Lernmanagementsystem, das im Juni 2020 eingeführt wurde, wird aktuell von rund 2.300 Schulen in NRW genutzt.

339 Lehrer nutzten Online-Kurs zum Lernmanagementsystem

Im genannten Zeitraum hätten 339 Lehrer im Regierungsbezirk Münster dieses Angebot angefragt, so die Bezirksregierung.

Neben solchen produktbezogenen Online-Fortbildungsformaten seien „fast durchgängig auch alle Fortbildungsangebote zur Unterrichtsgestaltung in Online-Formate transferiert“ und Schulen und Lehrkräften zugänglich gemacht worden.

Der Bedarf an Technikschulungen für nicht landeseigene Produkte könne aber nicht bedient werden, teilte die Bezirksregierung mit: „Technikschulungen zur Handhabung von Hardwareprodukten könnten z.B. als Bestandteil des Vertrags beim Einkauf des Produkts vereinbar werden.“

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