Dorstener Soli der Warmherzigkeit So können Sie Geringverdienern mit Spenden helfen

Überweisungsträger mit der Aufschrift Spende
Die Wohlfahrtsverbände in Dorsten haben eine gemeinsame Spendenaktion ins Leben gerufen. © Martin Klose
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Die Wohlfahrtsverbände in Dorsten haben sich zusammengeschlossen und den „Soli der Warmherzigkeit“ ins Leben gerufen. Die große Spendenaktion soll insbesondere Geringverdienern helfen, die durch Kostensteigerungen in Existenznot geraten sind.

Die Idee hatte Ruth Lange vom Bündnis „Wir in Dorsten gegen Rechts“. Sie hat dabei vor allem die 300 Euro Energiegeld im Blick, die im September mit dem Gehalt ausgezahlt wurden und nun mit der Rente überwiesen werden. „Ich kenne einige Dorstenerinnen und Dorstener, die darauf nicht angewiesen und bereit sind, dieses Geld oder einen Teil davon mit anderen zu teilen, die es viel nötiger haben“, wird Lange in einer Mitteilung der Stadt Dorsten zitiert.

Bürgermeister Tobias Stockhoff griff die Idee auf und bat die Wohlfahrtsverbände um Unterstützung. Ihm sei bewusst, dass selbst der ordentlich verdienende Mittelstand schwer an den Kosten zu tragen habe, auf vieles verzichten müsse und mancher eine solche Bitte um Spenden derzeit als Zumutung empfingen werde, so Stockhoff. „Aber wir dürfen diejenigen nicht aus dem Blick verlieren, die arbeiten und damit trotzdem so wenig verdienen, dass sie angesichts der hohen Lebensmittelkosten in der letzten Woche des Monats nicht mehr wissen, wie sie den Kühlschrank für sich und ihre Kinder vollmachen sollen.“ Er begrüße und unterstütze die Aktion, so der Bürgermeister weiter. Sie sei ein „wichtiges Zeichen für den solidarischen Zusammenhalt in unserer Stadt“.

Ruth Lange vom Bündnis Wir in Dorsten gegen Rechts
Ruth Lange hatte die Idee zu der Spendenaktion. © Robert Wojtasik

Die folgenden Verbände und Institutionen sind dabei: Caritas, AWO, die Mobilen Jugendhilfen in Wulfen, Hervest, Holsterhausen und der Altstadt, Kinderschutzbund, Wohnungslosenhilfe der Diakonie, Sozialdienst katholischer Frauen, Lebenshilfe, Haldenwangschule, Vereinigung für sozialpädagogische und wirtschaftliche Betreuung sowie das Kinder-, Jugendlichen- und Familienzentrum (KiJuFaz) Wulfen.

Spenden auf Caritas-Konto

Spenden werden zunächst auf einem Caritas-Konto gesammelt. Das Geld wird anschließend an Familien verteilt, die den Verbänden bekannt sind. „Jedem aus unserem Kreis fallen auf Anhieb drei, vier Familien ein, die in dieser Krise trotz Arbeit und Einkommen um ihre Existenz kämpfen müssen“, sagt Frank Müller, Teamleiter im KiJuFaz Wulfen. „Wir werden aus Spenden nicht allen Menschen alle Nöte abnehmen können. Aber es wäre toll, wenn wir in besonders krisenhaften Fällen etwas Erleichterung schaffen und das bitterste Elend abwenden können.“

Die beteiligten Verbände und Institutionen schlagen von ihnen betreute Familien für eine Unterstützung vor. Wer konkret Hilfe erhält, entscheidet anschließend ein Kreis aus Betreuern unter Betrachtung der Einzelfälle. „In solchen gemeinsamen Absprachen haben wir auch in der Vergangenheit sicherstellen können, dass Spenden dort ankommen, wo sie am dringendsten gebraucht werden“, so Sabine Cremer vom Caritasverband. Verteilt werden sollen die Spenden ab Februar, wenn die Familien die Jahresrechnungen von ihren Versorgern bekommen.

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Wer sich am Dorstener Soli der Warmherzigkeit beteiligen möchte, kann auf diesem Konto einzahlen: Vereinte Volksbank, DE16 4246 1435 0136 3006 01. Bis 200 Euro reicht der Überweisungsbeleg zur Vorlage beim Finanzamt. Wer mehr spenden möchte und eine Quittung benötigt, muss eine Postanschrift auf der Überweisung angeben.

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