Zum 72 Jahrestag der Grundgesetz-Verkündung gibt es in Dorsten eine spektakuläre Plakataktion. © Grafik: Leonie Sauerland
Plakataktion

Dorstener zeigen bald auf Groß-Plakaten Gesicht für das Grundgesetz

72 Jahre, nachdem das Grundgesetz verkündet wurde, zeigen Menschen aus Dorsten in einer spektakulären Plakataktion Gesicht für die Verfassung der Bundesrepublik.

Es war der 23. Mai 1949, als das Grundgesetz verkündet wurde – die Geburtsstunde der Bundesrepublik Deutschland. Menschen aus Dorsten erinnern anlässlich des 72. Jahrestages an die Werte, für die die Verfassung steht.

Hinter der spektakulären Aktion steckt das Bündnis „Wir in Dorsten gegen Rechts“. Sie ist ein Vorgriff auf die Woche des Grundgesetzes, die aus der Dorstener Erklärung „Stadtdialog“ entstanden ist. Wegen der aktuellen Pandemie findet sie erst im Herbst rund um Bundestagswahl und den Tag der Deutschen Einheit statt, die Plakataktion hingegen ist natürlich völlig Corona-konform.

100 Plakate im ganzen Stadtgebiet

„25 Menschen aus unserer Stadt zeigen Gesicht für das Grundgesetz mit einem Satz, der ihnen wichtig ist“, beschreibt Bündnis-Sprecherin Ruth Lange die Aktion. Jedes Plakat im Großformat ist viermal gedruckt worden, sodass letztlich 100 Plakate kurz vor dem Jahrestag im gesamten Stadtgebiet aufgehängt werden. Zusätzlich werden etwa 20 Bündnis-Mitglieder am Samstag (22.) mit eigenen Plakaten in der Altstadt stehen und in deutscher und türkischer Sprache auf der Grundgesetz aufmerksam machen.

Ruth Lange freut sich, dass auch Vertreter fast aller Parteien an der stadtweiten Plakataktion mitmachen, nachdem es zuletzt im Bündnis Irritationen über die mangelnde politische Unterstützung gegeben hatte. „Die Aktion ist ein Experiment, aber es wird gelingen“, ist Ruth Lange überzeugt. „Inzwischen wissen wir, dass noch viel mehr Menschen gerne mitgemacht hätten.“ Und das, obwohl die Plakate selbst finanziert sind.

Das Bündnis „Wir in Dorsten gegen Rechts“ hatte bereits angekündigt, sich an der „Woche des Grundgesetzes“ im Herbst beteiligen zu wollen. Zum einen soll eine im März verschobene Demonstration „gegen Rassismus und für Demokratie“ nachgeholt werden, zum anderen sind tägliche Online-Lesungen mit selbst gewählten Artikeln aus dem Grundgesetz geplant.

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Redaktionsleiter in Dorsten
Veränderungen gab es immer, doch nie waren sie so gravierend. Und nie so spannend. Die Digitalisierung ist für mich auch eine Chance. Meine journalistischen Grundsätze gelten weiterhin, mein Bauchgefühl bleibt wichtig, aber ich weiß nun, ob es mich nicht trügt. Das sagen mir Datenanalysten. Ich berichte also über das, was Menschen wirklich bewegt.
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