Dorstens Altbürgermeister rechnet mit Facebook-Hetzern ab (mit Video)

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Als „Opa LL“ möchte Dorstens Altbürgermeister Lambert Lütkenhorst in Corona-Zeiten ein wenig Fröhlichkeit vermitteln. Doch jetzt schlägt er auf seinem Youtube-Kanal einen anderen Ton an.

Dorsten

, 01.05.2020, 11:25 Uhr / Lesedauer: 1 min
Dorstens Altbürgermeister Lambert Lütkenhorst ist entsetzt über Reaktionen auf einen Artikel der Dorstener Zeitung.

Dorstens Altbürgermeister Lambert Lütkenhorst ist entsetzt über Reaktionen auf einen Artikel der Dorstener Zeitung. © privat

Seit drei Wochen hat Lambert Lütkenhorst einen eigenen Youtube-Kanal. Dorstens Altbürgermeister möchte auf diesem Weg „täglich etwas Lustiges machen, solange Corona schmerzt“. Die Idee hatte sein Enkel Nico bei einem Spaziergang auf Schloss Raesfeld.

Und so stellt der 71-Jährige täglich ein kleines Video online, zitiert mit Vorliebe den großen Heinz Erhardt und bekommt in den sozialen Medien viel Zustimmung. Doch jetzt hat Lütkenhorst einen anderen Ton angeschlagen. Anlass war ein Artikel der Dorstener Zeitung.

Lütkenhorst hat sich für sein neuestes Video „in den Keller verkrochen“, denn angesichts der Reaktionen bei Facebook auf den Artikel über die neue Flüchtlingsunterkunft an der Bochumer Straße „hätte ich kotzen können. Furchtbar!“ Der Altbürgermeister zitiert beispielhaft zwei Kommentare und kommentiert seinerseits: „Das ist einfach nur zum Schämen. Wie reden wir in unserer Stadt über Menschen?“

Heinrich Heine hat es auf den Punkt gebracht

Der Mann, der sich immer noch auf vielfältige Weise ehrenamtlich in Dorsten engagiert, zitiert ein Gedicht von Heinrich Heine in etwas abgewandelter Form: „Denk ich an Dorsten in der Nacht, so bin ich um den Schlaf gebracht...“ Mit diesem Gedicht sei alles gesagt, was er denke und fühle. Lütkenhorst hofft, dass ganz viele Menschen in seiner Stadt so denken wie er.

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