Drogenhandel in Dorsten: Polizei schnappt Dealer am Westwall - das war‘s jetzt für ihn

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Drogenhandel in Dorsten? Ja, den gibt es. Ein Dealer konnte jetzt geschnappt werden. Ein Gerücht, das rund um den Vorfall die Runde machte, bestätigte sich aber nicht.

Dorsten

, 24.10.2019, 16:45 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Gerüchteküche in Dorsten brodelte Mitte Oktober: Am Kanal in der Nähe des Gymnasiums Petrinum Im Werth sei ein Drogendealer bei der „Arbeit“ beobachtet worden. Er habe Schülern Drogen zugesteckt. Die Polizei sei ausgerückt und habe den Mann festnehmen können, hieß es.

Dieses Gerücht wurde auch der Dorstener Zeitung anonym zugetragen. Wie bei vielen Gerüchten, stimmten die Einzelheiten nicht oder entbehrten jeder Grundlage. „Der Sachverhalt hat rein gar nichts mit dem Gymnasium Petrinum zu tun“, so Polizeisprecherin Ramona Hörst.

Auf unsere Anfrage sagte sie: „Ja, ein Dealer wurde Mitte Oktober festgenommen. Der hielt sich aber nicht am Petrinum auf, sondern am Westwall.“ Der Mann sei festgenommen worden.

Weil gegen ihn Haftbefehl bestand und Abschiebehaft angeordnet worden war, wurde der mutmaßliche Dealer festgenommen und in seine Heimat zurückgeführt.

Dorsten ist keine drogenfreie Stadt

Grundsätzlich sei Dorsten, wie andere Städte auch, keine drogenfreie Zone, so Ramona Hörst weiter: „Drogen werden immer verkauft. Es gibt keine feste Struktur.“ Es könne sich zum Beispiel um Leute handeln, die selbst nicht abhängig sind und sich Geld mit dem Handel von Betäubungsmitteln verdienen wollen. Oder aber um solche, die neu „im Geschäft“ sind. Und „gehandelt wird mit allem, was der Markt hergibt“, sagte die Polizeisprecherin auch.

Rauschgiftdelikte werden meistens aufgeklärt

Laut Kriminalitätsstatistik der Polizei sinkt die Zahl der Rauschgiftdelikte leicht. 2191 Delikte waren 2018 im Bereich der Kreispolizeibehörde Recklinghausen inklusive Dorsten der Rauschgiftkriminalität zuzuordnen. „Es wurden beinahe 92 Prozent der Fälle aufgeklärt. Allein 1038 Delikte sind hier im Zusammenhang mit dem Besitz/ Erwerb von Cannabis und Zubereitungen erfasst. Von diesen Taten wurden rund 93 Prozent aufgeklärt“, heißt es in diesem Bericht.

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