Ehemaliger Box-Weltmeister wartet in U-Haft auf weitere Prozesse

hzSchwere Vorwürfe

Seit Monaten sitzt ein ehemaliger Kickbox-Weltmeister in U-Haft. Wegen Vergewaltigung ist er verurteilt, doch vielleicht gibt es noch mehr Opfer. In einem anderen Fall wurde Anklage erhoben.

Dorsten

, 29.07.2019 / Lesedauer: 2 min

Anfang Februar ist Tobias V. (27) wegen Vergewaltigung zu einer Haftstrafe von vier Jahren und neun Monaten verurteilt worden. Ins Gefängnis ging er aber nicht, weil sein Anwalt Revision eingelegt hatte. „Darüber ist noch nicht entschieden“, bestätigte Staatsanwältin Anette Milk (Essen) auf Anfrage. Die Freiheit konnte Tobias V. trotzdem nur kurz genießen.

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Schon während des Prozesses war von weiteren mutmaßlichen Opfern die Rede gewesen. Tatsächlich haben sich zwei junge Frauen bei der Staatsanwaltschaft gemeldet, die nach eigener Aussage von dem einst gefeierten Sportstar vor einigen Jahren vergewaltigt wurden. Die Staatsanwaltschaft erließ Haftbefehl im Frühjahr gegen den Mann, der einst in Dorsten lebte und trainierte, mittlerweile aber in Coesfeld gemeldet ist.

Ermittlungen der Staatsanwaltschaft laufen noch

In U-Haft wartet Tobias V. auf die Dinge, die da strafrechtlich noch auf ihn zukommen könnten. „Die Ermittlungen wegen der beiden Sexualdelikte laufen noch“, sagt Staatsanwältin Milk, „in einem anderen Fall ist Anklage wegen Körperverletzung erhoben worden“.

Der ehemalige Boxer, der seine Karriere längst beendet hat, soll bei einem Streit in seinem persönlichen Umfeld eine junge Frau getreten und gewürgt haben. Der Prozess ist noch nicht terminiert.

Schon einmal wegen Körperletzung verurteilt

Wegen Körperverletzung war der 27-Jährige bereits im November 2017 zu einer 20-monatigen Bewährungsstraße verurteilt worden. Während des Prozesses wurde bekannt, dass in der damaligen Wohnung von Tobias V. in Holsterhausen Dutzende Messer, ein paar Sturmhauben, Schusswaffen und Baseballschläger beschlagnahmt wurden, außerdem ein Schlagring und ein Nunchaku.

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