Entsorgungsbetrieb Dorsten weist in diesem Jahr noch ein Minus aus

hzEntsorgungsbetrieb

Normalerweise macht er Gewinn, doch für 2020 weist der Entsorgungsbetrieb bislang noch ein Minus aus. Grund auch: die Betreiber des Dualen Systems halten seit Jahresanfang Geld zurück.

Dorsten

, 21.08.2020, 08:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Ist die „Schwarze Null“ beim Entsorgungsbetrieb Dorsten in diesem Jahr gefährdet? Diese Sorge äußerte CDU-Sprecher Rainer Thieken in der jüngsten Sitzung des Betriebsausschusses. Denn während der städtische Betrieb in den vergangenen Jahren meist einen satten Überschuss erzielte und damit half, den Haushalt wie geplant zu sanieren, weist die bisherige Bilanz in 2020 eine - wenn auch leichte - Unterdeckung von 4000 Euro auf.

Geplant war bis Mitte 2020 ein Gewinn in Höhe von 53.000 Euro. Zwar sind die Kosten (Personal, Fahrzeug, Materialaufwand) bislang um rund 320.000 Euro geringer als gedacht, aber dafür fehlen Umsatz-Erlöse in Höhe von rund 400.000 Euro.

Das hat vor allem damit zu tun, dass der Altpapiermarkt derzeit sehr instabil ist und die Erlöse sowohl im gewerblichen als auch im privaten Sektor zu Jahresbeginn stark zurückgegangen sind. Zudem gibt es zwischen Kommunen und Betreibern der Dualen Systeme Probleme, das hat auch Auswirkungen auf Dorsten. Die Kontroverse führt zu ausstehenden Zahlungen seit Jahresbeginn, als das neue Verpackungsgesetz in Kraft trat.

Auch Coronakrise ein Grund

Und auch die Coronakrise sorgt für weniger Einnahmen. Da im gewerblichen Bereich seit dem Lockdown im März weniger produziert worden ist, war der Entsorgungsbetrieb bei Firmen seltener im Einsatz und hat deshalb weniger eingenommen.

Lesen Sie jetzt