Eröffnung der Zechenbahnbrücke in Dorsten zieht sich noch etwas länger hin

hzZechenbahnbrücke

Der für Juli anvisierte Termin für das Brückenfest und die Freigabe der seit 2014 gesperrten Zechenbahnbrücke lassen sich nicht halten. Die Stadt stellte die Hervest-Konferenz vor die Wahl.

Dorsten

, 22.06.2019, 04:30 Uhr / Lesedauer: 1 min

Schon ewig lange warten die Dorstener auf die Eröffnung der seit Ende August 2014 gesperrten ehemaligen Hervester Zechenbahnbrücke über die Lippe. Jetzt zieht sich die Wiedereröffnung erneut etwas hin. Wohl erst gegen Ende August ist damit zu rechnen, dass das sanierte Bauwerk mit einem Brückenfest komplett für die Öffentlichkeit freigegeben wird.

Bautechnische Gründe

Für diese Entscheidung holte sich Stadtbaurat Holger Lohse am Mittwoch im Begegnungszentrum „Das Leo“ eigens die Zustimmung der rund 60 Mitglieder der Stadtteilkonferenz Hervest ein. Denn der zwischendurch anvisierte Eröffnungstermin (13. Juli) sei aus bautechnischen Gründen definitiv nicht einzuhalten.

Der Grund: Ein Versorgungsunternehmen müsse zunächst noch eine Leitung versiegeln, „dafür darf aber keine hohe Luftfeuchtigkeit herrschen“, so Lohse. Heißt: Zunächst müssen die nächsten schwülen Tage abgewartet werden. „Die Arbeiten können die jetzt nicht umsetzen.“

Wege müssen hergerichtet werden

Erst danach können die von einer Fachfirma bereits angefertigten Brückengeländer angebracht werden. Dann sei die Brücke zwar wieder begehbar, aber: „Wegen des Baustellenverkehrs können wir erst anschließend die Zuwegungen anpassen und das Gelände wieder herrichten.“

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Lohse stellte die Konferenzteilnehmer vor die Wahl: Entweder wird das Brückenfest schon jetzt auf Ende Juli/Anfang August fest terminiert. „Dann besteht aber die Gefahr, dass wir die Brücke erst mal nur provisorisch öffnen können und sie für die anschließend notwendigen Zuwegungsarbeiten anschließend noch mal wieder zwei Wochen sperren müssen.“

Oder man warte ab, bis alles komplett fertig sei und lege erst später den Termin für eine festliche Übergabe vor. Die Hervest-Konferenz wählte die zweite Variante. Teilnehmer Winfried Witteberg schlug ironisch vor, das Brückenfest frühestens am letzten August-Wochenende zu begehen. „Dann könnten wir vorher noch den fünften Jahrestag der Brückensperrung feiern.“

Das geplante Brückenfest wird von Bürgern aus Hervest und aus der Feldmark gemeinsam organisiert, weil die Brücke beide Stadtteile miteinander verbindet. Auf Hervester Seite tragen der Schützenverein und der Ellerbruch-Treff zum gastronomischen Angebot bei, aus Feldmark ist die dortige Ideenfabrik am Programm beteiligt. Für die nötige Infrastruktur (Wasser, Strom, Toiletten) bewilligte die Hervest-Konferenz den Organisatoren einen Zuschuss aus dem Bürgerbudget in Höhe von 487 Euro.
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