Fast 6000 Tempo-Sünder gehen dem Super-Blitzer ins Netz

hzA52-Baustelle

Rund 500 Geschwindigkeitsüberschreitungen am Tag hat der „Enforcement Trailer“ erfasst. Deshalb bleibt er länger als geplant an der Dorstener Stadtgrenze. Zwei Raser schossen den Vogel ab.

Dorsten

, 11.11.2019, 17:45 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die A 52 bei Marl-Frentrop ist eine der meistfrequentierten Strecken für Dorstener Ein- und Auspendler. Entsprechend beeindruckend sind die Zahlen, die die Autobahnpolizei Münster nun auf Nachfrage mitteilte. 234.350 Fahrzeuge erfasste der Super-Blitzer allein im Zeitraum vom 28. Oktober (Montag) bis zum 8. November (Freitag) - fast 20.000 am Tag.

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Und gerade am Beginn der Baustelle halten sich viele nicht an das Tempo-Limit von 60 km/h. Jeder 40. Fahrer ging dem Super-Blitzer ins Netz. 5788 Geschwindigkeitsüberschreitungen stellte der „Enforcement Trailer“ fest.

Grund genug für die Autobahnpolizei, den Aufenthalt des Blitzer-Anhängers mehrfach zu verlängern. Ursprünglich war dieser nur für eine Woche geplant. Nun soll er laut Pressestelle der Polizei Münster noch bis Dienstag an der Auffahrt Marl-Frentrop stehen bleiben.

Zwei Extrem-Raser fuhren mit 170 durch die Baustelle

Noch liegen nicht alle Daten vor, die der Laser-Blitzer gesammelt hat. So könne noch keine Angabe zur Durchschnittsgeschwindigkeit auf der Strecke gemacht werden, teilte die Pressestelle mit. Auch was die Aktion insgesamt an Bußgeldern und Verwarngeldern einbrachte, ist noch nicht bekannt.

Besonders zwei Extrem-Raser stechen heraus. So seien gleich zwei Fahrzeuge mit rund 170 km/h statt der erlaubten 60 km/h geblitzt worden, teilte die Pressestelle mit. Sie müssen nun mit der Maximalstrafe für Raser rechnen: 600 Euro Bußgeld, vier Monate Fahrverbot und drei Punkte in Flensburg.

Immerhin die Wahrscheinlichkeit, unbemerkt geblitzt zu werden, ist relativ gering. Denn wenn der Laser-Blitzer auslöst, macht er sich mit rot aufleuchtendem Licht bemerkbar.

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