FDP übt Selbstkritik - und verliert ihren Vorsitzenden

Kommunalpolitik

Mit viel Selbstkritik hat die FDP das „desaströse Wahlergebnis“ in Dorsten aufgearbeitet. Die Liberalen möchten sich ein neues Profil geben - und müssen eine wichtige Personalie klären.

Dorsten

, 20.10.2020, 07:45 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die FDP in Dorsten durchläuft gerade ein tiefes Tal, will sich nach dem Wahldesaster nun neu positionieren.

Die FDP in Dorsten durchläuft gerade ein tiefes Tal, will sich nach dem Wahldesaster nun neu positionieren. © picture alliance / dpa

„Desaströs“ - dieses Adjektiv beschreibt ganz gut das Ergebnis der FDP bei der Kommunalwahl. Es stammt von den Liberalen selbst, verbunden mit dem Hinweis, dass „wir uns im geführten Wahlkampf leider kein eigenes Profil

verschaffen konnten“.

2,7 Prozent der Stimmen bekamen die Freien Demokraten bei der Ratswahl am 13. September - das schlechteste Resultat aller sieben angetretenen Parteien. „Wir haben unseren Fraktionsstatus eingebüßt und werden es mit nur noch einem Ratsmitglied nicht leicht haben, auch in Zukunft die liberale Stimme im Dorstener Rat zu bleiben“, sagt Frank Würzburg.

Vorsitzender zurückgetreten

Würzburg ist stellvertretender Vorsitzender des FDP-Stadtverbandes und führt gemeinsam mit Andreas Finke kommissarisch die Geschäfte. Denn Vorsitzender Rüdiger Bente ist „aus persönlichen Gründen“ zurückgetreten. Ob der Abschied mit dem Wahlergebnis in Zusammenhang steht, ist unklar. Bente war erst im Februar zum Vorsitzenden der Liberalen gewählt worden. Seine Nachfolge wird „frühestens auf dem für Februar 2021 angesetzten Stadtparteitag“ erfolgen, teilte die Partei mit.

Frank Würzburg versichert derweil, dass die FDP sich in den kommenden Monaten komplett neu formieren und die Zeit nutzen will, sich zukünftig klar und deutlich mit einem neuen und eigenen Profil in Dorsten zu positionieren. „„Manchmal hat ein Dämpfer auch gewisse Vorteile, wenn eine Neuausrichtung erforderlich wird.“

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