Ferngasleitung nimmt nächste Etappe: Open Grid beantragt unveränderten Korridor für Trasse

hzErdgasfernleitung

Open Grid hat bei der Bezirksregierung den Antrag auf Planfeststellung für die Ferngasleitung Heiden-Dorsten gestellt. Die geplante Trasse ist unverändert.

Dorsten

, 07.01.2020, 04:45 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die geplante Erdgasfernleitung von Heiden nach Dorsten hat die nächste Etappe genommen. Fernleitungsbetreiter Open Grid Europe hat die Unterlagen für das Planfeststellungsverfahren bei der Bezirksregierung Münster eingereicht und den entsprechenden Antrag gestellt.

Die Leitung stellt eine Anbindung an die aktuell im Bau befindliche Zeelink-Leitung dar. Für die kommende Umstellung von L- auf H-Gas sei das laut Open Grid „zwingend erforderlich“. Die Fördermengen von L-Gas in den Niederlanden sind stark rückläufig. Der Bau der Ferngasleitung Heiden-Dorsten diene der Sicherstellung der Versorgungssicherheit in der Region.

Startpunkt der gut 18 Kilometer langen Erdgasfernleitung wird die Zeelink-Station Heiden-Marbeck. Die Leitung soll durch Rhade, Deuten und Holsterhausen bis zum vorgesehenen Endpunkt in Hervest verlaufen. Gegen den von Open Grid favorisierten Trassenkorridor regt sich Widerstand. Unter anderem sorgen sich Anwohner in Rhade, weil die Leitung ihrer Ansicht nach unter anderem zu nah an den Siedlungen Stuvenberg und Kaltenbach verläuft.

Bei einer Informationsveranstaltung von Open Grid im vergangenen Jahr regten Rhader eine Verlegung der Trasse Richtung Osten in weniger dicht besiedeltes Gebiet an. Auch der Eigentümer des dann betroffenen Waldgebiets signalisierte seinerzeit Gesprächsbereitsschaft. Im Antrag zur Planfeststellung findet sich aber unverändert der ursprünglich von Open Grid favorisierte Korridor.

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Einwendungen müssen offiziell ins Verfahren eingebracht werden, sagte ein Open-Grid-Sprecher. Vom 20. Januar bis zum 19. Februar werden die Unterlagen in den Städten Dorsten, Datteln, Borken, Heiden und Sendenhorst ausgelegt und auf der Internetseite der Bezirksregierung veröffentlicht. Bis zum 19. März können dann Einwendungen bei der Bezirksregierung Münster erhoben werden, teilte die Behörde mit.

Die Stellungnahmen werden gesammelt und zur Prüfung und Gegenäußerung an Open Grid weitergeleitet. Anschließend sind weitere Erörterungstermine mit den Behörden, Einwendern und Vorhabenträgern möglich. Erst nach Ende des Anhörungsverfahrens erfolgt der Planfeststellungsbeschluss.

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