Fest an der restaurierten Brücke vereint Hervest und die Feldmark (mit vielen Fotos)

Ehemalige Zechenbahnbrücke

„Das blaue Wunder ist vollbracht!“ So beschrieb Ulrike Hölting aus Hervest ihre Gedanken bei der offiziellen Einweihung der restaurierten Zechenbahnbrücke an der Wasserstraße.

Hervest, Feldmark

, 15.09.2019, 11:15 Uhr / Lesedauer: 2 min
Fest an der restaurierten Brücke vereint Hervest und die Feldmark (mit vielen Fotos)

Luftballons säumten den Weg über die Brücke. © Ralf Pieper

Ulrike Hölting: „Blau ist die Farbe und ein Wunder ist es, dass sie endlich fertiggestellt wurde. Über fünf Jahre war die Brücke gesperrt. Und wäre wohl niemals saniert worden ohne die Proteste der Bevölkerung. Die Stadt hat nicht mit der Hartnäckigkeit der Bürger gerechnet und dachte, die Sache mit der Sperrung kann man aussitzen.“

Mehr als fünf Jahre dauerte die Sanierung

Am Samstag wurde die Fertigstellung der Brücke nach über fünf Jahren Sanierungszeit mit einem Brückenfest gefeiert. „Nun sind Hervest und die Feldmark wieder verbunden“, sagte Feldmärkerin Britta Lange. „Wir haben unsere Brücke vermisst. Die jahrelangen Umwege, auch für Berufstätige auf dem Weg zur Arbeit, waren wenig prickelnd.“

Pfarrer August Hüsing sagte bei der Segnung der Brücke: „Brücken haben die Funktion zu verbinden, Menschen näher zu bringen.“ Mit diesen Worten sprach er das aus, was die Besucher des Brückenfestes dachten. Zustimmendes Nicken durchzog die Reihen der Menschentraube vor der Brücke. Es schien, als wäre ganz Hervest und die Feldmark auf den Beinen um „ihre“ Brücke zu feiern.

Die Ideenfabrik Stadtsfeld und die Hervestkonferenz hatten zu diesem Brückenfest eingeladen. Auf beiden Seiten der ehemaligen Zechenbahnbrücke gab es Aktivitäten. Der Getränkestand des Schützenvereins Hervest-Dorsten war bei warmen Temperaturen besonders gut besucht. Und die Gäste waren hungrig: Das Team vom Ellerbruchtreff musste angesichts der Menschenschlange an ihrem Stand einen zweiten Grill für Würstchen und Steaks anwerfen.

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So schön war das Brückenfest

Am Samstag (14.9.) wurde die Fertigstellung der ehemaligen Zechenbahnbrücke nach über fünf Jahren Sanierungszeit mit einem Brückenfest gefeiert. „Nun sind Hervest und die Feldmark wieder verbunden“, sagt Feldmärkerin Britta Lange.
15.09.2019
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Luftballons säumten den Weg über die Brücke.© Ralf Pieper
Luftballons säumten den Weg über die Brücke.© Ralf Pieper
Beim Brückenfest gab es auch verschiedenste Bespaßungen für die kleinen Besucher.© Ralf Pieper
Jonas und Liv zerschnitten das Band.© Ralf Pieper
Das Fanfarencorps Hervest-Dorsten zog nach dem Zerschneiden des Bandes als erster über die Brücke.© Ralf Pieper
Die Hervester Fanfaren marschierten über die Brücke.© Ralf Pieier
Die Hervester Fanfaren marschierten über die Brücke.© Ralf Pieper
Nur strahlende Gesichter, wohin man auch schaute.© Ralf Pieper
Auch das Wetter spielte bestens mit.© Ralf Pieper
Auch für Speis und Trank war gesorgt.© Ralf Pieper
Drehorgelmusik© Ralf Pieper
Es war ein kleines Volksfest.© Ralf Pieper
Pfarrer August Hüsing sprach ein Gebet.© Ralf Pieper
Volksfeststimmung an der Brücke.© Ralf Pieper
Norbert Holz, Thorsten Hetkamp und Bürgermeister Tobias Stockhoff begrüßten die Gäste.© Ralf Pieper
Natürlich wurden auch Reden gehalten.© Ralf Pieper

Thorsten Hetkamp von der Ideenfabrik Stadtsfeld, Norbert Holz von der Hervestkonferenz und Bürgermeister Tobias Stockhoff begrüßten die zahlreichen Besucher. „Wir haben lange auf diese Brücke gewartet“, so Norbert Holz. „Zwei Stadtteile sind nun wieder verbunden. Was das den Bürgern bedeutet, muss ich nicht erklären. Der Zuspruch heute spricht für sich.“

„Wir wollen heute all den Ärger und den Frust über die Schließung der Brücke und die lang andauernden Sanierungsarbeiten hinter uns lassen und mit einer fröhlichen Feier unserer Freude über die wiedergewonnene Verbindung Ausdruck geben“, sagte Thorsten Hetkamp.

Jonas und Liv durchschnitten das Band

Bürgermeister Stockhoff ging bei seiner Begrüßung nur kurz auf den jahrelangen Ärger und den Frust der Bürger ein. Er übergab die Schere zum Durchschneiden des über die Brücke gespannten Bandes an zwei Kinder: Jonas aus Hervest und Liv aus der Feldmark. Zusammen mit Thorsten Hetkamp und Norbert Holz durchschnitten die beiden das Band. „Erst wenn diese beiden Kinder im Alter ein Gebiss brauchen, ist die nächste Sanierung dieser Brücke angesagt“, so Bürgermeister Tobias Stockhoff.

Mit dem Durchschneiden des Bandes war der Weg über die Brücke frei für das Fanfarencorps Hervest-Dorsten. Die Musiker zogen von der Hervester Seite über die Lippe zum Feldmärker Ufer und wieder zurück. „Hiermit sind die Feierlichkeiten offiziell eröffnet“, freute sich Norbert Holz.

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