Film-Fans in Dorsten können sich auf eine Kino-Reihe umsonst und draußen freuen

hzOpen-Air-Kino

„Filme an ungewöhnlichen Orten“ - das verspricht ein neues Kino-Angebot in Dorsten. Fünf Filme werden zu sehen sein, auch an die kleinen Leinwandfreunde wurde gedacht.

Dorsten

, 18.06.2019, 04:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Gut, dass die zufällig im Bürgerpark Maria Lindenhof anwesenden Dorstenerinnen Laura und Liv ihre Liegedecke dabei hatten. Damit sorgten sie dankenswerterweise für das passende Foto-Motiv. Denn so soll es ja sein: Kino-Vergnügen umsonst und draußen, dazu Popcorn und gemütliche Picknick-Atmosphäre.

Zuschuss in Höhe von 16.500 Euro

Die Dorstener Filmfreunde dürfen sich auf die Premiere einer Open-Air-Kinoreihe freuen. Denn dank einer vom Förderverein „ZusammenLeben“ beantragten 16.500 Euro-Zuwendung aus dem Bürgerfonds des Stadtumbau-Programms „Wir machen Mitte“ werden von Ende Juni bis Ende August gleich fünf Leinwand-Leckerbissen zu sehen sein - an vier unterschiedlichen Orten.

Britische Tragikkomödie

Der Bürgerpark Maria Lindenhof wird dabei gleich zweimal zum Freiluft-Kino-Ort: Die Filmstiftung NRW hat Dorsten zum dritten Mal nach 2002 (Zeche Fürst Leopold) und 2016 (Barkenberger See) in seinen 19-Städte-Festival-Reigen „Filmschauplätze NRW“ aufgenommen. Zu sehen ist am 26. Juli (Freitag) bei Einbruch der Dunkelheit die britische Tragikomödie „Ewige Jugend“ - immerhin Gewinner des „Europäischen Filmpreises“.

Wie immer bei dem Open-Air-Festival der Filmstiftung hat der Inhalt in irgendeiner Form mit dem Aufführungsort zu tun. Denn in dem Film mit Harvey Keitel und Michael Caine geht es darum, dass auch im Alter noch viel Frische stecken kann - die Parallelen zum wiederbelebten Park sind deutlich.

Im Vorprogramm ist der vietnamesische Kurzfilm „Roan“ zu sehen, dazu gibt es eine Talkrunde mit dem Dorstener Autor und WDR-Moderator Fritz Schaefer zum Thema, wie wichtig ein Kino für das Freizeit- und Kulturleben einer Stadt ist. Mit dabei ist Friedl Kunow vom Central-Kino Dorsten, das die Open-Air-Filmreihe unterstützt.

Zwei Filme im August

Die Reihe beginnt am 30. Juni (Sonntag) um 20 Uhr im Amphitheater des Bürgerparks mit dem sarkastischen dänischen Film „Adams Äpfel“ über einen Pfarrer, der mit unbedingter und grenzenlosem Optimismus versucht, Straftäter zu resozialisieren.

Im Innenhof des Gymnasiums St. Ursula ist am 10. Juli (Mittwoch) ab 19 Uhr der deutsche Spielfilm „Vincent will Meer“ zu sehen.

Im August stehen dann weitere zwei Filme auf dem Programm. Im Garten des Jüdischen Museums Westfalen an der Julius-Ambrunn-Straße wird um 20 Uhr „Die Blumen von gestern“ gezeigt, darin geht es um einen Holocaust-Forscher, der in einer Lebenskrise steckt und dunkle Geheimnisse seiner Familiengeschichte versteckt.

Die kleine Hexe

An Kinder richtet sich hingegen der deutsche Spielfilm „Die kleine Hexe“, der am 21. August (Mittwoch) um 17 Uhr im Garten des Familienzentrums St. Agatha (Westwall 39a) zu sehen ist. Die letzten drei Film-Schauplätze haben gemeinsam, dass hier die Besucher auch bewirtet werden und dass die Filme bei schlechtem Wetter drinnen aufgeführt werden.

Während die Filmstiftung NRW zu ihrer Vorführung „Ewige Jugend“ ihre eigene Groß-Leinwand mitbringt, werden die anderen vier Filme auf einer tageslichttauglichen LED-Anlage gezeigt, die aus dem Förderzuschuss der Mitte-Konferenz geliehen wird.

Regelmäßige Reihe geplant

Sollte die Premiere der „Filmschauplätze an ungewöhnlichen Orten“ von den Dorstenern angenommen werden, wollen die Organisationspartner (zu denen neben den genannten Einrichtungen auch das LWL-Wohnheim als Initiator, die Mobile Jugendhilfe, das Schaukelbaum-Eventteam, der Dorsten-Treff, das Stadtteilbüro, die Stadtagentur und Dieter Krebber als Privatperson) gehören, eine regelmäßige Sommerreihe daraus machen - weitere Sponsoren vorausgesetzt.

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