Infrador soll es richten: Stadttochter soll vier Schulen aufmöbeln

hzFördermittel vom Land

Vier Baumaßnahmen an Schulen soll die städtische Tochter Infrador stemmen. Eine anspruchsvolle Aufgabe. Denn Fördermittel gibt es nur für eine begrenzte Zeit.

Dorsten

, 18.08.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Richtig Gas geben muss die neue städtische Gesellschaft Infrador. Neben Kita-Neubauten macht sie sich auch bei Dorstener Schulen ans Werk. Zeit und Mittel stehen nur im begrenzten Umfang zur Verfügung.

Der Haupt- und Finanzaussschuss soll in seiner kommenden Sitzung (26.8., 17.30 Uhr, Aula Petrinum Im Werth) beschließen, dass Infrador Baumaßnahmen an der Antoniusschule, der Wilhelm-Lehmbruck-Schule, der Neuen Schule und der Haldenwangschule stemmt.

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Alle Schulen haben Investitionen bitter nötig. In die Jahre gekommen ist die Haldenwangschule. Sie muss saniert werden. Für ihre Sanierung stehen Mittel aus dem Kommunalinvestitionsförderungsgesetz zur Verfügung. 1,14 Millionen Euro sollen Dachsanierung, der Austausch der Beleuchtung, die Erneuerung der Innenhöfe, die Sanierung der gebäudetechnischen Anlagen sowie funktionale Anpassungen von Räumen kosten. Bis 2024 muss die Maßnahme umgesetzt und abgeschlossen sein.

Für die Erweiterung der Neuen Schule in Holsterhausen fließen Mittel aus dem Programm Gute Schule - Eingangsbereich, Pausenhalle, Verwaltungsbereich sind im III. Bauabschnitt an der Reihe.

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Die Sanierung der ehemaligen Hausmeisterwohnung der Wilhelm-Lehmbruck-Schule in Östrich ist ebenfalls ein Thema. Ein Architekt hat Mitte Juli eine Machbarkeitsstudie vorlegt, ob die Sanierung des ehemaligen Hausmeisterhauses Sinn macht oder ob eine Erweiterung der Schule vielleicht sinnvoller ist. Die Verwaltung ist dabei, den Bericht auszuwerten.

Die an die Wilhelm-Lehmbruck-Schule angrenzende ehemalige Hausmeisterwohnung (r.) steht seit vergangenem Jahr leer. Ob sie saniert neu an die Schule angebaut wird?

Die an die Wilhelm-Lehmbruck-Schule angrenzende ehemalige Hausmeisterwohnung (r.) steht seit vergangenem Jahr leer. Ob sie saniert neu an die Schule angebaut wird? © Robert Wojtasik

Der Auftrag an die Infrador könne sich deshalb noch ändern, hat die Verwaltung im Beschlussvorschlag für den Hauptausschuss festgehalten. Viel Zeit hat die Infrador nicht. Denn der Verwendungsnachweis für die Mittel aus dem Programm Gute Schule muss die Stadt bis zum 31.12.2024 nachweisen.

Antoniusschule bekommt zweigeschossigen Anbau

Der offene Ganztagsbereich der Antoniusschule in Holsterhausen soll eine Mensa bekommen. Da die Zahl der Schüler im Ganztagsbereich gestiegen ist, aber nur 110 Plätze wegen der räumlichen Situation zur Verfügung standen, hat sich der Haupt- und Finanzausschuss im Juli 2019 dazu entschieden, dass die Schule eine Mensa bekommen soll, um weitere Kinder aufnehmen zu können.

An die 230 Kinder werden in den Jahren bis 2025 im offenen Ganztag der Schule einkalkuliert - sie brauchen deutlich mehr Raum als momentan zur Verfügung steht. Die Verwaltung plant einen zweigeschossigen Anbau an den bisherigen OGS-Bereich mit rund 386 Quadratmetern sowie Umbauten im Altbau, um die notwendigen Nebenräume für eine Mensa zu schaffen.

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