Fußweg im Marienviertel wuchs immer weiter zu

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Wer kümmert sich um die Pflege des Fußwegs am Riedweg? Eine Leserin wollte nicht weiter zusehen, wie der Weg entlang an See und Bach zuwuchert und wendete sich hilfesuchend an die Redaktion.

Dorsten

, 07.10.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Freude bei Leserin Martha Albring-Kopetz war groß, als sie am Dienstagmittag in der Redaktion anrief. Das Problem habe sich erledigt. Eigentlich wollten wir uns am Nachmittag treffen, an den Glascontainern am Riedweg hatte die Bewohnerin des Marienviertels vorgeschlagen. Dort wollte sie mir zeigen, was ihr schon lange auf den Nägeln brannte: den Fußweg zwischen Bach und See entlang.

Zugewachsen und ungepflegt sei der. Sie schätzt, dass die Stadt den Weg vor etwa drei Jahren angelegt habe. Gerne geht sie hier mit ihrem Hund spazieren. Nur seit der Weg da sei, habe sich niemand um die Instandhaltung gekümmert.

„Das wachsen schon Birken zwischen den Leitplanken“, klagte sie. Dabei ging es ihr nicht allein ums Aussehen des Riedwegs, sondern um die Sicherheit. Wenn ein Traktor die Straße entlangrolle, sei es durch die wuchernden Sträucher sehr eng.

Eine Nachbarin habe schon im vergangenen Jahr mit der Stadt gesprochen und um einen Rückschnitt der Pflanzen gebeten. Die erklärte, nicht zuständig zu sein.

Auch Naturschutzgebiete wollen gepflegt werden

Gras, Birken und Unkraut wucherten also noch ein weiteres Jahr, bis Martha Albring-Kopetz sich ein Herz fasste und die Redaktion der Dorstener Zeitung kontaktierte. „Der Weg gehört zum Naturschutzgebiet, aber auch Naturschutz will gepflegt werden. Wer ist hierfür zuständig? Das Land sagt nein, der

Naturschutz sagt nein“, schrieb sie uns per E-Mail.

Birken und Gräser gedeihten prächtig am Wegesrand.

Birken und Gräser gedeihten prächtig am Wegesrand. © Privat

Ludger Böhne von der Pressestelle machte sich schlau, recherchierte, um welchen Weg es sich konkret handelt. Kurze Zeit später die Info: Der Weg werde bei nächster Gelegenheit vom Bauhof freigeschnitten. Und der Hinweis: „In der Vegetationsperiode können wir leider nicht überall gleichzeitig sein.“

Gelegenheit verpasst

Die nächste Gelegenheit kam schnell, zu schnell für die Reporterin. Schon am Morgen nach der E-Mail machte der Ehemann von Martha Albring-Kopetz eine Beobachtung. Am Riedweg wurde fleißig geschnitten und gewerkelt. Städtische Mitarbeiter machten den Weg wieder frei.

So sieht der Riedweg seit Dienstagmorgen aus. Die Sträucher sind zurückgeschnitten und das Gras gemäht.

So sieht der Riedweg seit Dienstagmorgen aus. Die Sträucher sind zurückgeschnitten und das Gras gemäht. © Lydia Heuser

Unsere Leserin ist glücklich. Die Zeitung einzuschalten, war eine gute Maßnahme. „Wir hatten hier schon mal einen kleinen Weg, um den sich die Stadt nicht gekümmert hat“, erinnert sie sich. Seit darüber berichtet worden sei, sei der Weg nie mehr zugewachsen.

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