Ganz schön makaber: Der Tod erschien mit Sense im Autokino Dorsten

hzAuto-Kino

Die zehnte Runde der Comedy-Night musste wegen der Coronakrise im Autokino Dorsten stattfinden. Viel zu lachen gab es in diesen ungewöhnlichen Zeiten dabei trotzdem.

Dorsten

, 16.05.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Für Hans Schuster, Veranstalter vom Dorstener Autokino und Chef der Eventagentur Nightaffairs, war die Anmoderation der Comedy-Night am Freitagabend (15. Mai) anders als gewohnt. Seit 2015 findet der Abend eigentlich auf dem Zechengelände in Hervest statt. Doch wegen Corona wäre so eine Veranstaltung nicht mehr möglich gewesen – und so entschied man sich, die Comedy-Night ins neue Autokino zu verlegen.

Drei Künstler dabei

„Das heißt aber nicht, dass die Comedians weniger Gas geben als sonst“, so Hans Schuster. „Im Gegenteil. Alle freuen sich endlich wieder auf einer Bühne stehen zu können.“ Neben Moderator Michael Eller kamen drei Künstler nach Dorsten: Don Clarke, Benni Stark und „Der Tod“. Diese waren dankbar, endlich wieder auftreten zu können.

Über eine Internetseite konnten die Besucher aus ihren Autos raus Feedback auf die Bühne senden.

Über eine Internetseite konnten die Besucher aus ihren Autos raus Feedback auf die Bühne senden. © Julian Schaepertoens

„Es ist eine Scheiß-Zeit, aber wir lassen uns das Lachen nicht nehmen“, so Benni Stark bei seinem ersten Set. Natürlich nahmen die Künstler bei ihren Stand-up-Nummern Bezug auf die außergewöhnliche Lage. Benni Stark erzählte von dem neuen Projekt seiner Freundin in der Quarantäne und von Spieleabenden.

In Kutte und mit Sense

In dunkler Kutte und mit Sense betrat „Der Tod“ die Bühne. „Ich bin der Tod und eröffne nächste Woche ein Restaurant für Fledermausspezialitäten“, begrüßte er die Dorstener. „Der Tod“ berichtete anschließend ganz schön makaber von seiner Zeit im Home-Office. „Ich schreibe jetzt WhatsApp-Nachrichten, in denen steht: Wir haben den Verwesungsprozess in Gang gesetzt. Gehen sie bitte selbstständig zum nächsten Friedhof.“

Jetzt lesen

Der dritte im Bunde, der Engländer Don Clarke, erzählte von den Herausforderungen mit der deutschen Sprache und seinem Verhältnis zum Sport. „Ich mache seit zehn Jahren keinen Sport mehr, weil ich erfahren habe, dass man Pokale auch kaufen kann. Das ist günstiger, als in einen Verein einzutreten.“

Applaus per Smartphone geschickt

Ungewohnt war für die Künstler, dass sie vom Publikum keine direkte Rückmeldung in Form von Applaus oder Lachern erfahren konnten. Aus diesem Grund hatten sich die Veranstalter etwas ausgedacht. Die Besucher konnten mit ihren Smartphones auf eine Internetseite gehen und per Knopfdruck Applaus, Lachen oder Jubel auf die Bühne schicken.

Die Geräusche wurden dann live abgespielt. Aber auch mit Lichthupe oder Warnblinkanlage konnte Zuspruch signalisiert werden. Gehupt werden durfte nicht, um die Nachbarn nicht zu stören.

Nächste Comedy-Night folgt

Bereits jetzt wurde vom Veranstalter die nächste Comedy-Nigght in zwei Wochen angekündigt. Am 30. Mai kommen neue Künstler ins Dorstener Autokino. „Wir wollen das jetzt noch viel öfters machen, damit wir alle wieder rauskommen und Kultur erleben können“, so Hans Schuster.

Lesen Sie jetzt