Geplante Lkw-Stellplätze: Anlieger fürchten „Rastplatz-Atmosphäre“ im Idyll

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Der Ausbau des Gewerbegebiets Lembeck rückt näher. Anwohner kritisieren die geplanten Lkw-Stellplätze und sammeln Unterschriften.

Lembeck

, 26.08.2019, 15:46 Uhr / Lesedauer: 1 min

In Lembeck regt sich weiter Widerstand gegen Baumaßnahmen, die im Zuge des Ausbaus des Gewerbegebiets durchgeführt werden sollen. Anwohner vom „Kiebitzberg“ äußerten schon im März ihren Unmut über den geplanten Firmenparkplatz der Raiffeisen-Genossenschaft (DZ+).

Nun machen Anwohner der Straße „Zur Reithalle“ mobil gegen die geplanten Stellplätze für Lkw und Transporter an ihrer Straße. Sie fürchten „Rastplatz-Atmosphäre“ vor der Haustür und haben die Online-Petition „Gegen Lkw-Stellplätze im Naherholungsgebiet Lembeck“ gestartet. In der Nachbarschaft verteilen sie in diesen Tagen Flugblätter und sammeln Unterschriften.

Neuer Kreisverkehr und neue Parkflächen geplant

Es geht im Wesentlichen um den Bau eines neuen Firmenparkplatzes der Raiffeisen Hohe Mark, die Errichtung eines Kreisverkehrs „Am Hagen“ und den Straßenausbau inklusive neuer Parkflächen für Transporter und Lkw. Die Stadtverwaltung will damit den Gewerbestandort stärken und die Parksituation ordnen, wie es im Beschlussvorschlag zur Änderung des Bebauungsplans heißt, den der Umwelt- und Planungsausschuss im März abgenickt hat.

Man sei ja nicht gegen das Gewerbegebiet, betont eine Beschwerdeführerin, die namentlich nicht genannt werden möchte. An der Straße „Am Sägewerk“ zwischen Krusenhof und Endelner Weg oder in deren Verlängerung im Zuge des geplanten Ausbaus zur Rhader Straße hin seien die Stellplätze ihrer Meinung nach aber besser aufgehoben als an der Straße „Zur Reithalle“.

Sie moniert Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit, weil es an der Reithalle durch parkende Brummis unübersichtlicher und unsicherer werde. Außerdem wird eine erhöhte Lärm- und Umweltbelastung durch „intensiven Rangierbetrieb“ befürchtet, wie es in dem Flugblatt heißt. Die Eichen- und Buchenwäldchen am historischen Gebäudeensemble um die frühere Schlossvikarie „Frische Mühle“ würden „zur Straßenrandbegrünung von Lkw degradiert“ und Lembeck als attraktiver Wohnort leide im Allgemeinen.

Die Stadt hat die vorgesehenen Maßnahmen inzwischen ausgeschrieben. Demnach sollen die Baumaßnahmen spätestens Mitte November 2019 beginnen und im Juni 2021 abgeschlossen werden.

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