Gleichstellungsbeauftragte

Grüne erwarten öffentliche Entschuldigung von SPD-Fraktionschef

Für seine Kritik an der Besetzung der Gleichstellungsstelle im Rathaus mit einer Grünen-Politikerin bekommt SPD-Fraktionschef Fragemann Gegenwind: Die Grünen fordern eine Entschuldigung.
Kim Wiesweg wird neue Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Dorsten, falls sie am 26. September nicht für die Grünen in den Bundestag gewählt wird. © Markus Laghanke

Die Ratsfraktion der Grünen in Dorsten erwartet nach der Kritik von Friedhelm Fragemann an der Besetzung der Gleichstellungsstelle im Rathaus mit Grünen-Politikerin Kim Wiesweg eine öffentliche Entschuldigung vom SPD-Fraktionschef.

Fragemann hatte nach Bekanntwerden der Personalie gesagt, der „schwarz-grüne Kuschelkurs der letzten Monate“ entpuppe sich als „personalpolitisch motivierter Schachzug“. Mit der Installation der 24-jährigen Bundestagskandidatin als Gleichstellungsbeauftragte im Rathaus würden Union und Bürgermeister ihre „umfassende Umarmungsstrategie“ fortsetzen.

„Keinerlei Gespräche zwischen Stadtverwaltung und Fraktion“

Bewerbung und Einstellung seien „keinerlei Gespräche zwischen Stadtverwaltung und unserer Fraktion vorangegangen“, teilte die Ratsfraktion der Grünen mit. Kim Wiesweg habe die Fraktion erst nach der Zusage über ihre beruflichen Pläne unterrichtet.

Auch verkenne Fragemann, dass es sich bei der Stelle der Gleichstellungsbeauftragten nicht um ein politisches Amt handele und die Stadtverwaltung nach dem Prinzip der Bestenauslese handeln musste: „Mit diesen haltlosen Unterstellungen wirft Fragemann nicht nur der Stadtverwaltung rechtswidriges Verhalten vor, er diskreditiert auch völlig die fachliche Eignung von Kim Wiesweg.“

CDU-Fraktionschef Bernd-Josef Schwane betonte: „Die gesamte Politik war in keiner Weise mit der Stellenbesetzung befasst.“ Man habe erst davon erfahren, als die Personalie offiziell im Ältestenrat verkündet wurde.

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