„Hinter’m Kornfeld rechts“ zieht neben das Segelflugplatz-Gelände

hzOpen-Air-Party

Das erfolgreiche Dorstener Open-Air-Party-Event „Hinter`m Kornfeld rechts“ hat einen neuen Standort gefunden. Das Schaukelbaum-Team muss nahe des Segelflugplatzes aber wegen des heißen Wetters umplanen.

Dorsten

, 03.08.2018, 04:30 Uhr / Lesedauer: 3 min

Fünf Jahre lang hatte das kreative Dorstener „Schaukelbaum“-Team immer im September oben in Östrich eine charmant-eigenwillige Party gefeiert: „Hinter’m Kornfeld Rechts“ hieß das Format und lockte dabei Tausende von zumeist jungen Besuchern zu elektronischer Musik, zu satten und sanften Beats inmitten einer liebevoll dekorierten Open-Air-Location.

Nach der Auszeit im vorigen Jahr soll es am 1. September (Samstag) nun größer und bunter weiter gehen: Unter altem Namen, aber an einem neuen Standort. Und zwar am Dorstener Segelflugplatz an der Ovelgünne. Allerdings muss die Party, die schon komplett ausverkauft ist, in diesem Jahr erst mal kleiner ausfallen als geplant - des heißen Sommers wegen.

Perfektes Grundstück gefunden

Fündig geworden waren die Schaukelbaum-Macher eigentlich auf einer 4000 Quadratmeter großen ehemaligen landwirtschaftlichen Fläche am östlichen Ende des Segelflugplatzes Richtung Hasselbecke, inmitten eines Waldstücks. Eigentlich. „Wir hatten uns zuvor mehrere Grundstücke angeschaut, dies erschien uns allen im Team perfekt“, so Kevin Over, einer der Schaukelbaum-Geschäftsführer. Weit ab vom Schuss, keine Nachbarn, die sich gestört fühlen könnten, dazu genügend Platz, um sich in den nächsten Jahren „organisch entwickeln zu können“, wie Mit-Inhaber Birger Schwalvenberg formuliert. Doch die Hitze-Grade der vergangenen Wochen haben den Party-Organisatoren einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht.

„Das Saatgut für die Rasenfläche und die Wildblumenwiese, das wir ausgebracht haben, ist nicht angegangen“, sagt Birger Schwalvenberg. „Und das, obwohl wir in den vergangenen Wochen 200.000 Liter Wasser gegossen haben.“ Einzige Option wäre gewesen, den verdorrten Boden komplett mit Rindenmulch zu belegen. „Doch das können wir finanziell nicht leisten.“

Auf Fläche nebenan verlegt

Deswegen wird die Party nun auf einer 1500 Quadratmeter großen Fläche parallel zum Segelflugplatz stattfinden. 900 Party-Gäste finden hier Platz, und damit 600 weniger als auf dem ursprünglich geplanten Gelände. „Deswegen wird es keine Abendkasse geben“, sagt Schwalvenberg.

Er betont: „Für die Besucher, die jetzt schon eine Karte haben, ändert sich nichts.“ Die Zuwege über die Ovelgünne sind die gleichen, geparkt werden kann am Flugplatz. Der Platz wird komplett umzäunt. „Wir wollen die Atmosphäre eines intimen Open-Air-Clubs erschaffen“, so der Organisator: Mit Terrasse, kleinem Pool, Bäumen inmitten der Tanzfläche. „Im nächsten Jahr wird es dann nebenan in größerem Rahmen weitergehen.“

So wie auf dieser Zeichnung soll das Party-Areal neben dem Segelflugplatz am 1. September aussehen.

So wie auf dieser Zeichnung soll das Party-Areal neben dem Segelflugplatz am 1. September aussehen. © Zeichnung Grafik: T. Vennemann/Schaukelbaum

Große Pläne für die Zukunft

Kevin Over betont ausdrücklich: „Die Stadtverwaltung hat uns sehr dabei unterstützt, dass wir die Party hier am neuen Standort verwirklichen können.“ Auf dem alten Gelände am Hof Fröse an der Nierleistraße sei man an die Grenzen gestoßen. „Was die Zuschauerzahlen und was das Sicherheitskonzept angeht“, so Kevin Over. Das für die künftigen Partys angedachte Grundstück hat das Schaukelbaum-Team übrigens gleich für mehrere Jahre angepachtet. Birger Schwalvenberg: „Unser Ziel ist es, hier in zwei, drei Jahren ein Festival für 5000 bis 6000 Zuschauer etabliert zu haben.“ Neben der DJ-Bühne sei in der Zukunft auch an Live-Konzerte gedacht, „zwei Tage lang, auch mit Zeltmöglichkeit“.

Weil die Schaukelbaum-Crew lange nach jenem perfekten neuen Standort suchte, war die Kornfeld-Party im vergangenen Jahr ausgefallen. „Da sind wir alle in ein „tiefes Loch“ gefallen“, gesteht Kevin Over. „Wir waren alle niedergeschlagen, weil so viele schöne Erinnerungen an die ersten Jahre hochkamen.“ Aus der Niedergeschlagenheit erwuchs aber neue Kraft, sagt er. „Wir kommen aus Dorsten, wollten hier immer etwas auf die Beine stellen, was man sonst nur aus den urbanen Zentren kennt. Und deshalb war klar: Wenn wir weitermachen, dann nur in Dorsten.“

Ausgelassene Atmosphäre

Am neuen Standort müssen die Partymacher gänzlich bei Null anfangen – und müssen sich viele Gedanken um die Gestaltung des Geländes machen. „Wir arbeiten mit der gleichen Crew, mit der gleichen Kreativität und wollen exakt das Gefühl und die Atmopshäre schaffen, die die Besucher aus Östrich kennen“, sagt Kevin Over. „Ausgelassenheit, Gleichheit und Freiheit“, gibt Over als Losung aus.

Aufgebaut wird eine Stauder-Theke, ein Gastro-Bereich und als Herzstück natürlich die DJ-Bühne, der Sound kommt von der Firma „PA Rental“. Und bei der Lichttechnik hat das Schaukelbaum-Team mit „Entec Rental“ die Firma engagiert, die auch das berühmte Parookaville-Festival am Flugplatz Weeze illuminiert.

Kevin Over, Tim Vennemann und Birger Schwalvenberg (hier beim Aufbau ihrer Terrassenbar „Oude Marie“ in der Stadtkrone am Kanal) sind neben Dominik Holoubek (nicht im Bild) drei der maßgeblichen Mitstreiter des Schaukelbaum-Teams.

Kevin Over, Tim Vennemann und Birger Schwalvenberg (hier beim Aufbau ihrer Terrassenbar „Oude Marie“ in der Stadtkrone am Kanal) sind neben Dominik Holoubek (nicht im Bild) drei der maßgeblichen Mitstreiter des Schaukelbaum-Teams. © Klein

Elektronische Tanzmusik

Die Zielgruppe der 18- bis 30-Jährigen haben die Partymacher bislang ins Visier genommen. „Aber wir grenzen niemanden aus“, so Kevin Over. Und das soll sich auch in der Musik niederschlagen: „Das ist das Bindeglied unseres Konzepts.“ Klar: Elektronische Tanzmusik ist es, was die DJs auflegen. Kein Techno, aber sehr viel House. „Und alle DJs haben sich intensiv mit der Historie des Genres auseinandergesetzt“ – und damit werden auch diejenigen ihren Spaß haben, die altersmäßig nicht mehr in den Zwanzigern sind. Große Namen als Headliner wird es nicht geben, dafür gute DJs aus dem Bekanntenkreis, denen genügend Zeit eingeräumt wird, das Partyvolk in Tanz-Ekstase zu versetzen. „Da kann ein Set auch mal drei Stunden dauern“, so Kevin Over .

„Hinter`m Kornfeld rechts“ beginnt schon am frühen Nachmittag. Die Dorstener Zeitung verlost exklusiv die letzten 20 Tickets (zehnmal je zwei Karten) exklusiv unter denjenigen, die bis Montag, 6. August, 12 Uhr eine E-Mail schicken an aktionen@dorstenerzeitung.de . Die Gewinner werden von uns benachrichtigt.
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