Kinder sitzen in einem Kindergarten während des Mittagessens an einem Tisch (Symbolbild). © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild
Kinderbetreuung

Höhere Elternbeiträge für Kindergärten und OGS sind beschlossene Sache

Trotz vieler ablehnender Stimmen beschloss die Politik in Dorsten, dass die Elternbeiträge für die Kindergärten und die Offene Ganztagsgrundschule in den kommenden drei Jahren steigen.

Der Beschlussvorschlag der Stadtverwaltung, die Erhöhung der Kindergartenbeiträge und der OGS-Betreuung an Grundschulen in Dorsten gleich für die nächsten drei Jahre festzusetzen, sorgte jetzt in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses für Gegenwehr von gleich mehreren Parteien.

SPD: Falsches Signal

SPD-Fraktionschef Friedhelm Fragemann sprach von einem „zum jetzigen Zeitpunkt falschen Signal“, die Eltern um jährlich 1,5 Prozent mehr zur Kasse zu beten. Auch Mauritz Hagemann (Grüne) sagte, seine Partei lehne die Erhöhung „aus grundsätzlichen Erwägungen“ ab.

Die Verwaltung wies darauf hin, dass die jährliche Anpassung Teil der vom Rat verabschiedeten Haushaltssicherungsmaßnahmen seien. Sollten die geplanten Mehreinnahmen (45.000 Euro, im Jahr darauf: 90.000 Euro, dann: 135.000 Euro) ausbleiben, müssten also Kompensations-Sparvorschläge auf den Tisch gelegt werden.

CDU-Mehrheit für Vorschlag

CDU-Chef Bernd-Josef Schwane erklärte, eine Ablehnung der städtischen Vorschläge sei angesichts der Sitzverhältnisse nicht zu befürchten. Man wisse, „dass es eine Mehrheit gibt, die ihrer Verantwortung gerecht wird“. Außerdem sei die Beitragserhöhung für die einzelnen Familien nur marginal. CDU als Mehrheitsfraktion stimmte der Erhöhung der Elternbeiträge, dagegen waren auch die „Fraktion feat. Die Linke“ und die AfD, die zuvor mit einem weitergehenden Antrag zum Thema gescheitert war.

Berichtigung

In einer früheren Version des Artikels heißt es, auch die FDP habe der Erhöhung der Beiträge für Kindergärten und OGS nicht zugestimmt. Das ist so nicht richtig. Da Ratsherr FDP-Lutz Ludwig indem Gremium nur beratendes Mitglied ist, war eine Abstimmung für ihn rechtlich nicht möglich und wurde dementsprechend

nicht ausgeübt. Vielmehr hat er den Ausführungen des SPD-Fraktionsvorsitzenden Friedhelm Fragemann zugestimmt und eine grundsätzliche Überlegung des Umgangs mit Kosten der Bildung bis zur 10. Klasse einschließlich angeregt.

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Redaktion Dorsten
Geboren 1961 in Dorsten. Hier auch aufgewachsen und zur Schule gegangen. Nach erfolgreich abgebrochenem Studium in Münster und Marburg und lang-jährigem Aufenthalt in der Wahlheimat Bochum nach Dorsten zurückgekehrt. Jazz-Fan mit großem Interesse an kulturellen Themen und an der Stadtentwicklung Dorstens.
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