Impfstart im Dorstener Krankenhaus: „Mehr Sicherheit in nie dagewesener Situation“

Coronavirus

Zwei Wochen nach dem bitteren Impfstopp sind am Montag die ersten Ärzte und Pflegekräfte im Dorstener Krankenhaus gegen das Coronavirus geimpft worden. Die Erleichterung ist groß.

Dorsten

von Dorstener Zeitung

, 01.02.2021, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Cornelia Wienand, Leitende Pflegekraft der Zentralen Aufnahme am St. Elisabeth-Krankenhaus, erhielt als eine der Ersten die Corona-Impfung von Burkhard Wegener, dem Chirurgischen Leiter der Zentralen Aufnahme am Dorstener Krankenhaus.

Cornelia Wienand, Leitende Pflegekraft der Zentralen Aufnahme am St. Elisabeth-Krankenhaus, erhielt als eine der Ersten die Corona-Impfung von Burkhard Wegener, dem Chirurgischen Leiter der Zentralen Aufnahme am Dorstener Krankenhaus. © KKRN GmbH

Frust und Enttäuschung im Dorstener Krankenhaus waren groß, als vor zwei Wochen über Nacht ein Impfstopp in NRW-Kliniken verhängt wurde. Impfstoff-Hersteller Biontech konnte nicht wie vereinbart liefern. Am Montag (1.2.) ging es nun endlich los mit der Immunisierung des Krankenhaus-Personals.

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Insgesamt 254 Dosen Impfstoff erhält das Krankenhaus für die Impfaktion vom Gesundheitsamt im Kreis Recklinghausen. In einem zum Impfzentrum umfunktionierten ehemaligen OP-Saal bekamen zunächst diejenigen das Mittel gespritzt, bei denen das größte Risiko einer Ansteckung besteht: Ärzte und Pflegekräfte der Intensivstation, Notaufnahme, Isolierstation und anderen Bereichen wie Lungenfachabteilungen.

„Freuen uns sehr“

„Wir freuen uns sehr über die Ankunft des lang ersehnten Impfstoffs, der für unsere Mitarbeiter in dieser noch nie dagewesenen Situation für mehr Sicherheit sorgt“, sagt Burkhard Wegener, Koordinator des Impfzentrums im Dorstener Krankenhaus.

Bei einer ersten Erhebung im Dezember lag die Impfbereitschaft im Dorstener Krankenhaus bei etwa 50 Prozent. Es gab Vorbehalte wegen der stark beschleunigten Zulassung des Impfstoffs. Der KKRN-Klinikverbund startete eine Aufklärungskampagne und informiert unter anderem auf seiner Website und in sozialen Medien über die Corona-Schutzimpfung.

Viele Nachfragen zur Corona-Impfung

Damit will man nicht nur den eigenen Mitarbeitern, sondern auch allen anderen Ängste vor der Impfung nehmen. „Wir bekommen sehr viele Nachfragen zu diesem Thema. Damit sich möglichst jeder ausreichend über die Impfung informiert fühlt, klären wir umfangreich auf unserer Homepage auf und stellen verlässliche Informationen aus seriösen Quellen zur Verfügung“, sagt Guido Bunten, kaufmännischer Betriebsleiter des Dorstener Krankenhauses.

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Auch der ärztliche Direktor des Krankenhauses sieht in der Aufklärung zur Impfung einen entscheidenden Aspekt bei der Bekämpfung der Pandemie: „Nur durch die Bereitschaft zur Impfung und durch ausreichend Impfstoff können wir mit der gewünschten Immunität die Pandemie bekämpfen“, sagt Dr. Wilhelm Gross-Weege. „Genau wie die Abstands- und Hygieneregeln sind diese Maßnahmen dringend notwendig, um künftig wieder weitestgehend zur Normalität zurückzukehren.“

Und es fruchtet offenbar. Die Bereitschaft nehme täglich zu und das Vertrauen wachse, teilte der Klinikverbund mit: „Nicht zuletzt angesichts der hohen Zahl an Impfdosen, die weltweit bereits mit einer sehr guten Immunantwort und nur gering beobachteten Nebenwirkungen verabreicht wurden.“

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